Teambuilding: Maßnahmen und Ideen für ein starkes Team

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Teambuilding – denkst du bei dem Wort auch sofort an gemeinsame Kochkurse, Bowling oder Krimi-Dinner?

Sicherlich: Gemeinsame Aktivitäten sind wichtig für das Team. 

Doch es reicht nicht, einmal im Jahr etwas für das Miteinander im Team zu machen. 

Für erfolgreiches Teambuilding braucht es ein klares Konzept.  

Und dazu gehören auch Maßnahmen auf Basis gemeinsamer Ziele, Regeln und Werte. 

Hier liest du, was genau das heißt. Und du lernst konkrete teambildende Maßnahmen kennen. 

Teambuilding: Definition und Ziele

Teambuilding umfasst alle Maßnahmen und Aktivitäten mit dem Ziel, den Zusammenhalt im Team zu stärken. 

Diese Definition beinhaltet jährliche Events (wie z.B. Flossbau oder Krimi-Dinner) und Maßnahmen wie regelmäßige Teamrituale. 

Das heißt: Teambuilding ist nicht mit dem jährlichen Event getan – vielmehr ist damit ein langfristiger Prozess gemeint. 

Mehr dazu später. Schauen wir uns erst einmal an, was Teambuilding leisten kann.

Was kann Teambuilding leisten? 

Kurz gesagt: Teambuilding ist unverzichtbar. 

Mit den richtigen Maßnahmen kannst du Konflikten im Team vorbeugen, den Zusammenhalt stärken, die Kommunikation verbessern und die Zusammenarbeit effizienter machen.

Das hat auch einen positiven Einfluss auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter. 
Außerdem steigt die Produktivität im Team.

Die Effektivität von Teambuilding wurde in einigen Studien bewiesen – zum Beispiel in dieser Studie von 2009

Entscheidend für den Erfolg von teambildenden Maßnahmen ist, dass die Aktivität oder Maßnahme auf die individuellen Stärken und Schwächen der Teammitglieder abgestimmt ist. Und, dass sie auf einem klaren Konzept fußen. 

Bei dem letzten Punkt kommst du ins Spiel. 

Welche Rolle hast du als Führungskraft im Teambuilding? 

Als Führungskraft setzt du dich Tag für Tag intensiv mit deinen Teammitgliedern auseinander.

Du kennst ihre Persönlichkeiten sowie ihre individuellen Stärken und Schwächen.
Du trägst Verantwortung für die Arbeit deines Teams und du triffst Entscheidungen.

Damit bist du optimal positioniert, um den Teambuilding-Prozess anzustoßen und zu lenken. Ein Teil deiner Verantwortung liegt in der Ausarbeitung eines Konzepts für das Teambuilding.

In einem solchen Konzept legt ihr Maßnahmen zu diesen Punkten fest:

  1. Die Stärkung des sozialen Zusammenhalts durch Vertrautheit, Sympathie und Zielübereinkunft. Dieser Punkt wird durch offene und regelmäßige Kommunikation im Team erreicht.
  2. Messbare Teamziele.
  3. Gemeinsame Teamwerte und Regeln.
  4. Erzeugung einer eigenen Identität durch Rituale wie Musik, Teamspruch und gemeinsame Werte (die sichtbar platziert werden).

Das Konzept sollte schriftlich festgehalten werden und die Erreichung der Ziele regelmäßig überprüft werden.

Was meinst du – wie viel deiner Arbeitszeit solltest du in die Mitarbeiter- und Teamentwicklung investieren?

Freddy Listander, Autor von Eine kurze Geschichte agiler Führung: In 8 Wochen erste Teamerfolge sehen (Leseempfehlung, das Buch findest du hier), fasst seine Erfahrungen im Teambuilding so zusammen: 

Im Schnitt musst du damit rechnen, mindestens 50% deiner Arbeitszeit für Führungsaufgaben zu reservieren. Als Führungsaufgaben zählen z.B. die methodischen Fähigkeiten deiner Teammitglieder zu entwickeln (Können), mehr Freiräume für dein Team schaffen (Dürfen) und die Stärken deiner Teammitglieder entsprechend einzusetzen (Wollen).

Danach solltest du einen signifikanten Teil deiner Arbeit in die Team- und Mitarbeiterentwicklung investieren. 

Gleichzeitig ist es wichtig, den Teambuilding-Prozess so zu gestalten, dass dein Team mittelfristig mehr Eigenverantwortung übernimmt. 

Dabei unterstützen dich die folgenden beiden Teambuilding-Maßnahmen. 

2 Maßnahmen für ein starkes, selbstverantwortliches Team 

1 | Meeting-Kultur: Regelmäßig und eigenständig 

Der rasante Aufstieg von agilen Arbeitsmethoden hat mit dazu geführt, dass Dailies oder Weeklies in vielen Unternehmen mittlerweile etabliert sind. 

Diese kurzen, in regelmäßigen Abständen abgehaltene Meetings sollten vom Team möglichst selbstverantwortlich abgehalten werden. 

Der regelmäßige Austausch sorgt für Transparenz und das Team lernt, selbstständig zu kommunizieren und koordinieren. 

Bei den Dailies oder Weeklies geht es nicht darum, dich als Führungskraft auf den neuesten Stand zu bringen. Vielmehr ist der gegenseitige, offene Austausch der Teammitglieder Sinn der Sache: 

Das Daily dient dem Team, nicht der Führungskraft! 

Das gilt es außerdem zu beachten: 

  • Dieses Format sollte möglichst moderiert werden, damit der Fokus nicht verloren geht. Anfangs kannst du der Moderator sein, später gerne ein Teammitglied. 
  • Um Meetings noch konstruktiver zu gestalten, braucht es eine klare Agenda. Außerdem sollten zum Ende des Meetings die Aufgaben festgehalten werden. 

Hier findest du übrigens noch weitere Tipps zum Moderieren von Teambesprechungen

2 | Retrospektiven als Ritual einführen 

Rituale sind für Teams besonders effektiv. Sie geben Sinn und schaffen Zugehörigkeit. 

Ein Beispiel für sinnhafte Teamrituale sind Retrospektiven. 

Das sind Teammeetings, in denen man einen vorherigen Zeitrahmen betrachtet, um Erkenntnisse zu gewinnen und festzuhalten: Was hat gut geklappt? Wo gibt es Verbesserungspotenzial? Was möchte man beibehalten? Und womit möchte man starten?

Wichtig: Nur wenn im Team offen miteinander umgegangen wird und über Schwächen gesprochen wird, entsteht echtes Vertrauen.

So helfen Retros dem Team auf den Weg zur kontinuierlichen Verbesserung. 

Bei Ritualen gilt generell: sie brauchen Wiederholung – nicht nur bezüglich der Handlung selbst, sondern auch was die Form und den Ablauf betrifft. Außerdem haben sie immer einen klaren Anfang und ein klares Ende. 

Teambuilding-Events: Erlebnisse für mehr Zusammenhalt 

Im Vergleich zu teambildenden Maßnahmen, finden Teambuilding-Events meist nur einmal im Jahr statt. 

Hier zeige ich die in Kürze, wie ihr das richtige Teambuilding-Event findet und gebe dir ein paar Ideen mit auf den Weg. 

Welche Zielsetzung verfolgen Teambuilding-Events? 

Teambuilding-Events oder Aktivitäten sollten Erlebnisse schaffen.

Entscheidend ist, die Zeit miteinander zu kommunizieren: übereinander etwas zu erfahren, sich kennenzulernen.

Die meisten Teambuilding-Aktivitäten verfolgen eins oder mehrere der folgenden Ziele:  
Vertrauensaufbau, Problem- oder Konfliktlösung, Verbesserung von Kommunikation sowie Planung.

Manchmal geht es auch einfach nur darum, ungezwungen eine gute Zeit miteinander zu verbringen. Schließlich muss nicht alles eine genaue Zielvorgabe haben 😉

Wie findet ihr das richtige Event? 

Entscheidet ihr euch für ein Teambuilding-Event, dürft ihr aus der Vielzahl an Angeboten das richtige finden. Abhängig ist die Wahl des Events von Größe, Herausforderungen, Interessen und Zielen deines Teams. 

Reflektiert außerdem die folgenden Fragen: 

  • Wie arbeitet das Team zusammen?  
  • Wie kommunizieren die Teammitglieder?  
  • Beschäftigt sich das Team mit aktuellen Themen (beispielsweise digitale oder agile Arbeitsweisen)?  
  • Worum geht es beim Teambuilding-Event? Die Leistung zu verbessern oder Herausforderungen zu überwinden? Oder darum, deinen Teammitgliedern an diesem einem Tag Wertschätzung zu zeigen und gemeinsam Spaß zu haben (das wird auch Teambonding genannt)?  

Je nach Antworten auf diese Reflexionsfragen bieten sich diverse Aktivitäten an. 

Wichtig ist das – ganz gleich wie die Entscheidung ausfällt – alle dabei sind! 

Es gibt mittlerweile viele Agenturen, die sich auf Teambuilding-Events spezialisiert haben. Diese könnt ihr engagieren, um das optimale Event für euer Team zu finden. 

Ideen für Teambuilding-Events: 

Die Liste der Möglichkeiten für Teambuilding-Aktivitäten ist unendlich. Hier findest du ein paar Ideen für euer nächstes Event: 

  • Team-Challenge (z.B. Floßbau)  
  • Team-Escape-Room 
  • Geocaching Strategie  
  • Raketen-Auto-Bau  
  • Wein-Krimi-Dinner 
  • Autos zertrümmern 
  • Kochkurs 

Am besten ihr sammelt eure Ideen für das nächste Teambuilding-Event zunächst in einer Brainstorming-Session. Im Anschluss entscheidet ihr mithilfe der obigen Reflexionsfragen, welches Event zu euch und eurer Situation passt. 

Fazit: Teambuilding braucht ein Konzept

Auch wenn wir uns (zurecht!) jedes Jahr auf das große Teambuilding-Event freuen: Damit ist Teambuilding nicht getan.  

In diesem Artikel habe ich beschrieben, warum das so ist. Außerdem habe ich gezeigt, welche Rolle du als Führungskraft im gesamten Teambuilding-Prozess hast. Und was du bei der Erstellung eines Teambuilding-Konzepts beachten solltest. 

Hast du vielleicht schon beim Lesen des Artikels erkannt, welche Maßnahmen dein Team weiterbringen wird?

Ich freue mich, wenn du direkt in die Umsetzung gehst und mir in den Kommentaren von deinen Erfahrungen berichtest. 

Für noch mehr Tipps zur Team- und Mitarbeiterführung trage dich hier ein: 

Die in diesem Beitrag gewählte männliche Form bezieht sich immer zugleich auf weibliche, männliche und diverse Personen. Auf eine Mehrfachbezeichnung wird in der Regel zugunsten einer besseren Lesbarkeit verzichtet.

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