Wie geht Feedback? Feedback geben mit der 3,5W-Methode

“Ich wollte ich meinem Kollegen ja nur sagen, wie wichtig mir eine saubere Büroküche ist. Jetzt herrscht dicke Luft zwischen uns.”

Eine Situation, die viele von uns kennen. Uns stört etwas und das möchten wir der anderen Person mitteilen.

Da wir allerdings emotional geladen sind oder einfach nicht wissen, wie wir uns mitteilen sollen, führt das zu Streit.

Was ist passiert? Wir haben kritisiert, anstatt Feedback zu geben. Und dadurch fühlt sich die andere Person angegriffen.

Unser Ziel haben wir nicht erreicht.

Damit dir so etwas nicht mehr passiert, zeige ich dir in diesem Beitrag eine effektive Methode, mit der du richtig Feedback gibst.

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Was ist Feedback?

Feedback zu geben bedeutet, einer anderen Person den Spiegel vorzuhalten. Es geht nicht darum, andere Menschen oder ihre Arbeit zu kritisieren.

Meiner Meinung sollte Feedback immer das Ziel haben, zu einer allgemeinen Verbesserung im Team und/oder zu einem besseren Verständnis untereinander zu führen.

Dadurch gibst du deinem Gegenüber die Möglichkeit, etwas zu verbessern. Wenn du Feedback erhältst, kannst du etwas lernen.

Als Führungskraft gibst du ständig Feedback:

Im Arbeitsalltag als situatives Feedback, in Mitarbeitergesprächen und bei der Lösung von Konflikten im Team.

Deshalb ist es so wichtig, dass du als Führungskraft weißt, wie du deinen Mitarbeitern deine Wünsche mitteilst, ohne sie persönlich anzugreifen. Denn das kann ganz schnell zu Lustlosigkeit führen.

Gutes Feedback ist…

  • …beschreibend, nicht bewertend.
  • …konkret formuliert.
  • …zielgerichtet (zum Beispiel auf bestimmte Verhaltensweisen).
  • …sachlich korrekt und nachvollziehbar.

Mit der 3,5W-Methode schaffst du es, dein Feedback in kürzester Zeit zu verbessern.

Die 3Ws stehen für Wahrnehmung, Wirkung und Wunsch.

Das “halbe W” steht für die Rückkoppelung durch den Mitarbeiter, wie jeweils in den folgenden Beispielen gezeigt.

Feedback geben mit der 3,5 W-Methode

Schritt 1: Wahrnehmung

Schildere zuerst das, was dir aufgefallen ist. Lege, wenn möglich die Fakten auf den Tisch.

Wichtig:

  • Interpretiere und bewerte nicht.
  • Sei vorsichtig mit vermeintlichen Fakten vom Hörensagen.
  • Bleibe neutral und mache nur überprüfbare Aussagen, zum Beispiel mit dieser Formulierung:

„Mir ist aufgefallen, dass Du bei den letzten Meetings nicht dabei warst.“

Dann kläre ab, ob deine Wahrnehmung mit der deines Gesprächspartners übereinstimmt: „Irre ich mich?

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Schritt 2: Wirkung

In diesem Schritt kannst du deine subjektive Wahrnehmung in das Feedback einbringen. Wichtig ist, diese auch an deine eigenen Bedürfnisse oder Persönlichkeit zu koppeln.

Schildere die Wirkung und erläutere, warum dir dieser Fall so wichtig ist:

„Schau, ich finde das schade. Mir ist nämlich wichtig, dass du dabei bist, da ich deine Beiträge schätze.”

Teste, ob diese Nachricht beim Gegenüber angekommen ist (Rückkoppelung des Feedbacks – das “halbe W”):

„Ist das für dich nachvollziehbar?“

Und äußere dann im letzten Schritt deinen Wunsch nach Veränderung.

Schritt 3: Wunsch

Teile dem Gegenüber als letzten Schritt mit, welche Veränderung du dir wünschst und wie es in Zukunft anders laufen könnte, z.B.:

„Ich möchte dich gern bei unseren Besprechungen dabei haben und ich bitte dich, deinen Termin so einzurichten, dass du teilnehmen kannst. Können wir uns darauf einigen?“

Formuliere diesen Wunsch klar und deutlich.

Kommuniziere dein Feedback in diesen drei Schritten (+Rückkoppelung) und die Chancen stehen gut, dass dein Mitarbeiter und du auf einen gemeinsamen Nenner kommt.

Fazit: Feedback statt Kritik

Die 3,5W-Formel ist super effektiv und unterstützt dich sofort dabei, gutes Feedback zu geben.

Kurz zusammengefasst gibst du gutes Feedback in diesen drei Schritten:

  1. Wahrnehmung (objektiv)
  2. Wirkung (subjektiv)
  3. Wunsch (subjektiv)

Achte außerdem darauf, dass du…

  • …nicht emotional geladen bist, sondern einen klaren Kopf hast.
  • …wichtiges Feedback nicht zwischen Tür und Angel gibst.
  • …selbst klar hast, welche Veränderung du dir in Zukunft wünschst.
  • …in Ich-Botschaften kommunizierst.

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