Resilienz stärken: 6 Tipps für weniger Stress im Job

Hast du Stress im Job? Nimmst du diesen vielleicht sogar mit nach Hause?

Führungskraft zu sein geht mit Stress einher. Bis zu einem gewissen Punkt ist das Teil des Jobs.

Doch spätestens, wenn das Leiden durch Stress im Job zu groß wird und man frustriert ist sollte man was dagegen unternehmen.

Zum Beispiel indem man seine Resilienz gezielt aufbaut.

Mit Resilienz meine ich die Fähigkeit, herausfordernde Situationen gut zu meistern. Man nennt Resilienz auch die psychische Widerstandsfähigkeit eines Menschen.

Das trifft auf alle Bereiche des Lebens zu. Auch, wenn es bei der Arbeit mal wieder so richtig stressig wird.

Früher dachte man, Resilienz sei angeboren. Heute weiß man, dass man seine mentale Stärke gezielt trainieren und sein Gehirn so aktiv verändern kann.

Welche Bedeutung Resilienz und Mentaltraining für deinen Erfolg haben und was du tun kannst, um Top-Leistungen abzurufen, erfährst du in diesem Beitrag.

Deine Gedanken machen den Unterschied

Jeder Profisportler weiß, wie wichtig mentale Stärke für den Erfolg ist.

Ob im Marathon, in einem Tennismatch oder im Fußball:

Innerhalb einer „Spielzeit“ durchlaufen die meisten Sportler Höhen und Tiefen.

Wie sie mental damit umgehen, entscheidet oft über Sieg oder Niederlage.

Aus gutem Grund betonen Sportgrößen wie der einstige Weltklassesprinter Michael Johnson oder die Tennislegende Boris Becker immer wieder, wie wichtig Mentaltraining ist.

Talent alleine genügt nicht, um ein Champion zu werden“, hat Johnson gesagt. „Sportler müssen mental stark sein, um alle Schwierigkeiten, die in einem Wettbewerb auftauchen können, zu meistern.“

Und Becker ist für den Ausspruch bekannt:

„Im entscheidenden Satz eines Matches hat das Ganze nichts mehr mit Tennis zu tun. Es ist nur noch eine Frage des Kopfes.“

So ist es auch bei der Arbeit:

Wenn die Nerven verrücktspielen und der Stress die Überhand gewinnt, kannst du nicht mehr klar denken und verlierst den Fokus auf deine Aufgaben.

Warum mentale Stärke so wichtig ist

Eine resilienter Psyche ist nicht nur ein wesentlicher beruflicher Erfolgsfaktor sondern auch wichtig für eine gute Lebensqualität.

Wir leben in einer Zeit, in der immer mehr Menschen durch psychischen Druck krank werden.

Schwierige Mitarbeiter, Konflikte im Team oder einfach nur eine Menge Stress im Job – die Arbeitswelt stellt uns vor enorme Herausforderungen.

Wenn du dir zu 100% vornimmst, deine Resilienz durch Mentaltraining gezielt zu stärken, wirst du nicht nur leistungsfähiger. Du lebst gesünder.

Und du kannst im entscheidenden Moment einen kühlen Kopf bewahren.

Und ganz entscheidend:

Du kannst herausfordernde Situationen im Leben (die jeden früher oder später treffen) flexibler und unempfindlicher meistern.

Jeder profitiert von einer hohen Resilienz – auch deine Mitarbeiter.

Wenn du deine Mitarbeiter zu Mentaltraining motivierst, können sie von den Ergebnissen nur profitieren.

Sie werden ausgeglichener, leistungsfähiger, haben weniger Stress und dadurch sinkt auch die Krankenquote im Team.

Die vielen positiven Auswirkungen von Mentaltraining sind wirklich beeindruckend.

Doch leider werden die damit verbundenen Möglichkeiten oft unterschätzt.

Auch wenn mentale Übungen wie Meditation immer beliebter werden – in den meisten Unternehmen ist Gesundheit zwar ein Thema. Doch dabei liegt der Fokus überproportional auf der körperlichen Gesundheit.

So entgehen Führungskräften eine Menge Potenzial, denn Mentaltraining macht Mitarbeiter nicht nur leistungsstärker, sondern kann auch echte Begeisterung auslösen.

Resilienz stärken in der Praxis

Eines vorab:

Wie körperliche Fitness muss auch mentale Stärke regelmäßig trainiert werden. 

Es gibt also keine Wunderpille. So wie Muskeln durch gezieltes Training langfristig aufgebaut werden, stärkt man seine Resilienz auch nur durch regelmäßige Übung.

sieben säulen faktoren resilienz, infografik

Wie das konkret funktionieren soll?

Die eine Methode, die für jeden passt, gibt es nicht. Dafür sind wir Menschen mit unseren individuellen Stärken und Schwächen zu unterschiedlich.

Während manche Menschen täglich meditieren (wie mein Sohn Tim, der von seinen Erfahrungen hier berichtet), gehen andere lieber achtsam in der Natur spazieren. Wieder andere arbeiten mit Auto-Suggestionen oder neuartigen Methoden wie der Wim-Hof-Methode.

Es gibt echt viele Möglichkeiten. Probiere einfach viel aus! Du findest ganz bestimmt eine Übung, die du gerne machst und die zu dir passt.

Beachte:

Wichtig ist, dass du dir fest vornimmst, deine Resilienz langfristig zu stärken. Es ist eine Geisteshaltung, die dich im Alltag begleiten sollte.

Denn jede Situation bietet dir die Möglichkeit, an deiner mentalen Stärke zu arbeiten.

Mir persönlich haben diese 6 Tipps dabei geholfen, meine Resilienz über die Jahre zu stärken und dadurch besser mit Stress auf der Arbeit umzugehen.

Vieles funktioniert schon unterbewusst. Trotzdem arbeite ich noch täglich an meiner mentalen Fitness.

6 Tipps für den Umgang mit Stress im Job

  1. Akzeptiere das Unvermeidbare.
    Mein wirklich wichtigster Tipp gegen Stress und Frust in allen Lebensbereichen! Akzeptieren, dass Veränderungen ein Teil des Lebens sind und auch Krisen dazugehören. Diese Akzeptanz ist der wesentliche Grundstein psychischer Widerstandsfähigkeit.

    Resiliente Menschen passen sich den veränderten Situationen und Umständen an. Sie akzeptieren, dass sich manche Dinge nicht einfach ändern lassen (wie z.B. das Altern oder schwierige Mitmenschen). Wer das Unvermeidbare hingegen versucht zu bekämpfen, öffnet die Türe für Frust und Stress.

  2. Glaube an deine Ziele.
    Wenn du dich gedanklich schon vor dem entscheidenden Match geschlagen gibst, schränkst du deine Leistungsfähigkeit ein. Stress und Frust sind dann fast vorprogrammiert.

    Wenn du hingegen vertrauensvoll an deine Aufgaben herangehst, hast du gute Chancen, deine Ziele zu erreichen. Erinnere dich an vergangene Erfolge. Was hast du bislang erreicht?

  3. Erfolge visualisieren.
    Plane Zeit ein, um dir den Erfolg mit allen Sinnen vorzustellen. Was siehst, hörst, riechst, spürst und schmeckst du im Moment des Triumphs? Je lebendiger du diese Situation visualisieren kannst, desto wahrscheinlicher wird es auch, dass du dein Ziel erreichst.

    Doch auch hier gilt: Wenn du das Ziel trotzdem nicht erreichst, akzeptiere es. Es bringt nichts, aus der Enttäuschung heraus zu reagieren. Akzeptiere die Realität und leite dann die nächsten Schritte ein.

  4. Kurzfristige und konkrete Ziele setzen.
    Wenn du mit unerklärlichen Leistungseinbrüchen konfrontiert wirst, solltest du dir kurzfristige und konkrete Ziele setzen, um dein Selbstbewusstsein aufzubauen. Diese Ziele sind im Idealfall nicht von den Ergebnissen anderer abhängig.

    Wenn du beispielsweise einen Marathon läufst, fordere dich lieber mit der Erwartung heraus, die Ziellinie in einer bestimmten Zeit zu erreichen, als auf einen Podiumsplatz zu hoffen. Vergleiche mit anderen führen fast immer zu negativem Stress.

  5. Hüte dich vor Nicht-Botschaften.
    Was passiert, wenn du dir vornimmst, nicht an einen rosa Elefanten zu denken? Du denkst an einen rosa Elefanten!

    Wenn du dich also das nächste Mal dabei ertappst, an etwas zu denken, was auf keinen Fall passieren darf, formuliere diesen Gedanken positiv um. Das trainiert dein Gehirn auf lange Sicht darauf, Dinge positiver zu formulieren.

  6. Nutze Entspannungsübungen.
    Meditiere, gehe in der Natur spazieren oder mache Sport um aus dem Sud deiner negativen Gedanken herauszukommen. Achte auf deine Körperhaltung, atme tief durch und denke an einen Moment zurück, indem du dich komplett sicher gefühlt hast. Nimm dir dafür ein paar Minuten Zeit. Dieser gedankliche Rückzugsort ist ein Anker, der dich zur Ruhe bringt. Im Anschluss kannst du dich wieder völlig auf dein Ziel konzentrieren.

Diese Tipps haben mir in manch schwieriger Situation echt geholfen.

Weitere Tipps gegen Stress im Job bekommst du in meinem Newsletter. Mit Klick auf das graue Kästchen kannst du dich kostenlos eintragen.

Doch die besten Tipps dieser Erde bringen nur was, wenn sie angewandt werden. Theoretisches Wissen wird dir nicht dabei helfen, Stress zu reduzieren.

Keine Ausreden!

Schon 10 – 15 Minuten tägliches Mentaltraining können einen Riesenunterschied machen.

Und dafür gibt es keine Ausreden – ausnahmslos jeder kann diese Zeit für ein solch wichtiges Thema freimachen.

Fazit: Theorie allein bringt nichts

Ich hoffe du bist jetzt hochmotiviert, deine Resilienz aufzubauen und so Stress und Frust zu reduzieren.

Egal, für welche Übung oder Methode du dich entscheidest:

Blog-Artikel, Bücher und YouTube-Videos bringen nichts, wenn du die Tipps nicht anwendest.

Klar, die Theorie ist wichtig. Du musst verstehen, wie du die Übungen auszuführen hast. Und ich persönlich finde den theoretischen Hintergrund oft spannend.

Bitte setze die Tipps auch aktiv um. Nur dann wirst du eine Veränderung spüren.

Und die wird dann kommen, das kann ich dir versprechen.

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