#024 Was macht eine inspirierende Führungskraft aus?

#024 Was macht eine inspirierende Führungskraft aus?
Brennende Themen im Führungsalltag

 
 
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Bist du eine inspirierende Führungskraft?

Mitarbeiter zu echter Teamarbeit und zu herausragenden Höchstleistungen bewegen. Teammitglieder zu haben, die nicht nur für ein gutes Gehalt arbeiten, sondern täglich ihr Bestes geben. Das schaffen inspirierende Führungskräfte.

Jeder hat das Potential zu einem solchen inspirierenden „Leader“ zu werden und dadurch sich selbst und sein Team zu überdurchschnittlichen Leistungen zu bewegen.

Was macht eine inspirierende Führungspersönlichkeit aus und was befähigt eine Führungskraft dazu? Diese Fragen und noch mehr diskutieren wir in dieser Folge.

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Authentizität und Glaubwürdigkeit machen eine gute Führungskraft aus
Was macht eine inspirierende Führungskraft aus?
Kann jeder eine inspirierende Führungskraft sein, auch ein ruhiger Mensch?
Was inspiriert sie?
Inspiration im schriftlichen Bereich
Unsere praktischen Tipps zusammengefasst

  1.  
    Ralf:

    Liebe Jennifer, wie viele gute Chefs hattest du schon?

  2.  
    Jennifer:

    Jetzt musst du selber lachen, ne.

  3.  
    Ralf:

    Ja, Entschuldigung.

  4.  
    Jennifer:

    Also wie viele Jahre teilen wir beruflich noch mal? Ich glaube, jetzt mittlerweile 16,5.

  5.  
    Ralf:

    16 Jahre.

  6.  
    Jennifer:

    16 Jahre. Und das heißt, ich habe 16 Jahre lang den besten Chef, den ich mir vorstellen kann.

  7.  
    Ralf:

    So, das war ja abgesprochen. Ich habe gesagt …

  8.  
    Jennifer:

    Das wolltest du hören, also es war ja nicht abgesprochen, aber das wolltest du hören.

  9.  
    Ralf:

    Genau. Also nach dem Studium bist du gleich sozusagen mit mir eingestiegen.

  10.  
    Jennifer:

    Ja, da hatte ich noch eine Chefin. Ich hatte ja noch eine Chefin. Ich habe damals parallel, zu Service Trainment Zeiten war ich ja noch an der Uni und da hatte ich eine Chefin. Und wenn du von männlichen Chefs sprichst, dann habe ich dich. Ja.

  11.  
    Ralf:

    Meine Frage ist: Was macht denn einen guten Chef besonders aus? Und jetzt weiß ich gar nicht, ob du das so beantworten kannst, weil du hattest ja nur einen männlichen, aber du hattest ja noch eine weibliche Chefin. Was macht denn einen Chef besonders aus?

  12.  
    Jennifer:

    Jetzt versuche ich mich mal von dir halt zu lösen.

  13.  
    Ralf:

    Bitte!

  14.  
    Jennifer:

    Nein, das allgemein halt eben zu betrachten. Also was macht eine gute Führungskraft aus?

  15.  
    Ralf:

    Ja.

  16. Authentizität und Glaubwürdigkeit machen eine gute Führungskraft aus

  17.  
    Jennifer:

    Weil uns lauschen ja ganz, ganz viele Führungskräfte, was macht eine gute Führungskraft aus? Für mich als erstes Glaubwürdigkeit, …

  18.  
    Ralf:

    Glaubwürdig.

  19.  
    Jennifer:

    Authentizität und Glaubwürdigkeit. Echt zu sein. Also nicht eine Rolle zu spielen. Wir haben ja so geistöffnende Fragen, da arbeite ich in letzter Zeit total gerne wieder mit. Und viele sind überrascht, dann kommen da so Fragen vor wie: Bist du glücklich? Gibt es jemand in der Firma, der die Vision richtig lebt? Und wo es erst mal für ein bisschen Irritation so sorgt. Und ja, also da passt das für mich eben so auch zu sagen: Okay, was macht jetzt einen guten Chef aus? Und ja, da ist es für mich wirklich eben authentisch und echt und glaubwürdig zu sein.

  20.  
    Ralf:

    Mhm (bejahend). Authentisch, echt, glaubwürdig.

  21.  
    Jennifer:

    Mhm (bejahend).

  22.  
    Ralf:

    Der Mitarbeiter bewegen kann, der Leistungsreserven mobilisiert, der motivieren kann, der ehrliche Feedbacks gibt, der aus dir das rausholt, was du selbst in dir nicht gesehen hast, der Ziele erreicht, der mit auf die Reise nimmt.

  23.  
    Jennifer:

    Ja, da beschreibst du natürlich jetzt gerade so diesen Traumchef. Wahrscheinlich …

  24.  
    Ralf:

    Ja, also genug von mir.

  25.  
    Jennifer:

    … viele Hörer, wo viele Hörer jetzt wahrscheinlich sagen, ja, das wär super, wenn mein Chef das mitbringen würde.

  26. Was macht eine inspirierende Führungskraft aus?

  27.  
    Ralf:

    Gut, aber das macht für mich eine gute Führungskraft aus, sollte man reflektieren. Und ein Thema habe ich, was mich zu diesem Podcast heute hier zum Thema Führung und Chef gebracht hat, ist Inspiration. Eine inspirierende Führungskraft. Was macht eine inspirierende Führungskraft aus?

  28.  
    Jennifer:

    Also inspirierend ist ja schon das, was du vorhin so angestoßen hat, wenn jemand da ist, der mich selbst inspiriert, Leistungsreserven mobilisiert, Sachen aufdeckt, die ich vielleicht selbst noch gar nicht erkannt habe, und eben schon eine Vorbildfunktion hat, indem man schon sagt, wow, finde ich klasse, lohnt es sich in die Richtung zu streben.

  29.  
    Ralf:

    Ich wünsche mir, dass jeder, der jetzt hört, reflektiert, wenn er irgendwo Führung hat, egal beruflich oder privat: Bin ich inspirierend? Kann ich die Menschen inspirieren? Und was genau bedeutet das? Und sich damit auseinandersetzen, das ist mein Wunsch für diese Folge.

  30.  
    Jennifer:

    Also finde ich ganz, ganz spannend und ganz wichtig, weil das merke ich auch immer wieder in Coachings, dass es die wenigsten machen, sich überhaupt richtig zu reflektieren. Und dann noch unter dem Stichwort Inspiration. Was gibt es denn für dich an inspirierende Beispiele, also Führungskräfte, die inspirierend sind, oder Menschen generell, vielleicht losgelöst von Führungskräften, die dich inspirieren?

  31.  
    Ralf:

    Boah, ich habe ganz viele, also auch bei unseren Partnern ganz viele Senior Chefs wirklich, die mich inspirieren. Und da ist niemand perfekt von, aber sie inspirieren mich durch ihre Art, durch ihre Konsequenz. Ich habe so ein Gefühl, die sind von einer Idee besessen. Also ich habe nicht das Gefühl, dass ich der bessere Unternehmer bin. Ich glaube, ich bin super Berater, ein super Coach, ein super Stratege. Ich bin nicht unbedingt der bessere Unternehmer. Und die, die Unternehmer-Persönlichkeiten, die ich da bei meinen Partnern entdecke, da inspirieren mich ganz viele, weil sie von einer Idee besessen sind, von einer Vision, von etwas, was sie einem vermitteln. Und dafür treten die an in so einer Art, die mich mitzieht. Und das finde ich, inspiriert mich.

  32.  
    Jennifer:

    Ich bleibe so ein bisschen an dem besessen sein hängen.

  33.  
    Ralf:

    Ah okay.

  34.  
    Jennifer:

    Weil häufig ist ja so besessen sein so ein bisschen negativ verankert.

  35.  
    Ralf:

    Ist auch kritisch. Und ist auch kritisch zu sehen. Müssen wir sagen, Begeisterung ohne Vernunft ist blind. Das an dieser Stelle ganz eindeutig. Also wenn es mich blindmacht, Begeisterung ohne Vernunft ist blind. Und wenn Besessenheit blindmacht, dann bitte korrigieren wir das.

  36.  
    Jennifer:

    Weil ich glaube, sonst ist das für viele herausfordernd anzunehmen, wenn man sagt, ja, ich habe da so einen besessenen Chef, aber ich finde den einfach hyperhyperanstrengend. Der zwar eben, vielleicht ist es dann eben so ein Stück weit, beseelt, …

  37.  
    Ralf:

    Beseelt.

  38.  
    Jennifer:

    … beseelt von einer Idee, dass es so einen besonderen Ansporn, einen besonderen Anreiz gibt. Aber da find ich es natürlich auch ganz wichtig, wenn ich so einen inspirierenden Chef oder so eine inspirierende Persönlichkeit habe, dass die es schafft, das Team auch mit zu nehmen.

  39.  
    Ralf:

    Genau.

  40.  
    Jennifer:

    Wenn ich selbst genau das vor Augen habe und weiß, wofür es sich lohnt jeden Tag im positiven Sinne zu kämpfen, aufzustehen, mich immer wieder dem Ziel zu nähern, auch die Menschen mitzunehmen, damit man nicht sagt, der ist einfach nur crazy.

  41.  
    Ralf:

    Ja, das finde ich gut, was du sagst. Also danke noch mal dafür, das finde ich ganz wichtig. Weil es nutzt gar nichts, dass ich irgendwann besessen bin, mich umdrehe und hinter mir ist gar keiner. Also Führung ist freiwillig …

  42.  
    Jennifer:

    Oder die sind dann zu weit weg.

  43.  
    Ralf:

    Oder ganz weit weg. Nee, nee, Führung ist freiwillig, die folgen mir, die haben Lust, die haben Spaß. Und sie gehen auch mal in den Schmerz, weil der Chef einfach da auch durchgeht. Das gehört für mich dazu. Also er Everybodys Darling ist Everybodys Depp. Also ich kann es nicht allen Menschen rechtmachen, nicht allen Mitarbeitern. Das ist aber wie ein Gummiband, es darf eben nicht reißen. Ich muss gucken, der eine ist schon überfordert, bei dem anderen geht noch was. Also ich muss da immer trotzdem nahe sein, aber ich muss auch von dem, was ich tue, selbst überzeugt sein. Ich muss auch mal als Chef gegen den Strom schwimmen. Das gehört zu einer inspirierenden Persönlichkeit, weil ich das Feuer spüre, weil ich die Leidenschaft spüre, weil ich die Glut in den Augen sehe, das Leuchten in den Augen, und das zieht mich mit, auch wenn es mal anstrengend ist. Und jetzt nochmal: Bin ich das? Schaffe ich das? Habe ich Anlässe, die ich dann nutze, um meine Mitarbeiter zu inspirieren? Saint-Exupéry, haben wir in unserem Buch, das ist ein schönes Zitat eben: Lehre nicht den Menschen mit Holz und Hammer und Nägel umzugehen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten Mehr. Jetzt sinngemäß, so diese Sehnsucht. Und ich sage, dafür tun wir es und das will ich erreichen. Weil ein Unternehmertyp, merke ich, also, wenn ich viele unserer Partner sehe, ich hätte gesagt so, ach, bei dem Umsatz, bei der Größe hätte ich aufgehört. Und ich merke, ein Unternehmertum ist, die haben eine Idee, und da gehen die in Risiko, da gehen die in den Schmerz, und das merke ich das gehört eben dazu. Deswegen sind es Unternehmer, sie unternehmen was. Und sie gehen da durch, und sie treiben einen auch voran. Aber das Gummiband darf nicht reißen, das ist eben wichtig.

  44. Kann jeder eine inspirierende Führungskraft sein, auch ein ruhiger Mensch?

  45.  
    Jennifer:

    Ich finde, wenn du es jetzt so beschreibst, habe ich einen bestimmten Typ Unternehmer vor Augen. So einen aktiven Macher, der positiv antreibt, auch Spirit und Esprit hat. Und viele hören sich jetzt vielleicht an, oder fragen sich da draußen so: Kriege ich das überhaupt hin? Kann ich das? Weil irgendwie bin ich doch ein viel ruhigerer Typ.

  46.  
    Ralf:

    Jeder kann das. Ich habe auch Ruhigere im Kopf. Also ich habe auch welche einfach, die mich überzeugen durch diese ruhige Art, durch …

  47.  
    Jennifer:

    Weil das finde ich ganz wichtig als Signal an unsere Hörer da draußen, dass auch eine inspirierende Führungskraft ganz, ganz viele Facetten hat.

  48.  
    Ralf:

    Total. Nur wann übe ich das, wann reflektiere ich das zumindest? Also üben heißt, welche Worte benutze ich? Wie ist denn die Begegnungsqualität mit meinen Mitarbeitern? Jahresauftakt ist ja grad mein Thema, Jahreszielplanung ist mein Thema, Meetings ist mein Thema. Kann ich das überhaupt rüberbringen auf meine authentische Art? Aber wie wenig haben trainiert, meinen Gedanken, woran ich glaube, meine Mission, meine Vision gut rüber zu bringen, sodass ich andere inspiriere. Das gehört eben auch dazu, dass ich mal reflektiere und sage: Nee, das war so langweilig, das war wirklich schlecht. Das war eine PowerPoint mit Bullet-Points. Boah, der hat sich nur umgedreht, das war zum Einschlafen. Das muss ja nicht sein.

  49.  
    Jennifer:

    Aber für mich ist es noch mal so vor der Reflektion überhaupt sich jetzt die Frage zu stellen: Was heißt denn inspirierend? Was heißt für mich inspirierend? Und was heißt für meine Mitarbeiter inspirierend? Um da überhaupt einen Blick für zu haben, woran möchte ich denn jetzt arbeiten?

  50.  
    Ralf:

    Ich finde inspirierend, wenn ich dadurch auf neue Gedanken, auf Ideen komme, auf Erkenntnisse, dass mich etwas auf den Weg gebracht hat, auf neue Gedanken. Das ist so, wenn ich auf einem Vortrag war, der mich inspiriert hat, dann habe ich was mitgenommen, dann boah, dann fahre ich beseelt nach Hause. Das nehme ich so mit.

  51.  
    Jennifer:

    So eigenen neuen Impuls oder irgendwas, was ich gar nicht im Kopf hatte.

  52.  
    Ralf:

    Genau.

  53. Was inspiriert sie?

  54.  
    Jennifer:

    Aber das heißt wirklich, an unsere Hörer da draußen, sich selbst einmal die Frage stellen: Was inspiriert mich? Wodurch lasse ich mich inspirieren? Und wie, also da als Brückenschlag dann, wie schaffe ich es, andere Menschen zu inspirieren? Dann auch mit dem eigenen Anspruch zu hinterfragen.

  55.  
    Ralf:

    Jetzt, ich finde das ganz gut, was du …, ich denke grad darüber nach, dass natürlich manche eher vielleicht durch Bilder inspiriert werden, durch Musik. Also es gibt natürlich verschiedene, vielleicht Kanäle, meine bevorzugten Sinneskanäle.

  56.  
    Jennifer:

    Genau.

  57.  
    Ralf:

    Und da muss ich gucken, dass ich die Menschen auf verschiedene Arten inspiriere, weil ja jeder anders ist.

  58.  
    Jennifer:

    Genau, dass man für sich erstmal klar hat, wodurch werde ich inspiriert und was habe ich für Menschen, die inspirieren möchte, um die dann auch entsprechend abzuholen?

  59.  
    Ralf:

    Ja, und für mich noch mal Gelegenheiten, wirklich jede Art von Begegnungsqualität, ob es Besprechungen sind, ob es Mitarbeitergespräche sind, Planungstage, Jahresauftakt. Und das sind so Chancen, die vertan werden. Weil man bereitet sich sehr stark in der Organisation in den Abläufen, in den To-dos, …

  60.  
    Jennifer:

    Und Inhalten.

  61.  
    Ralf:

    … Inhalten. Also sehr, sehr stark auf der Sachebene. Finde ich auch wichtig, ist ja auch gut, tolle Meetings, die gut vorbereitet sind, alle Unterlagen sind da, aber wir verankern das sehr wenig über Inspiration und Motivation, Begeisterung.

  62.  
    Jennifer:

    Also das ist die Art und Weise, ist das Wie. So, wie transportiere ich das?

  63.  
    Ralf:

    Ja.

  64.  
    Jennifer:

    Also wichtig, Informationen zu transportieren, aber wie mache ich das Ganze?

  65.  
    Ralf:

    Starker Schluss, das nochmal verankern, dass ich so ein Bild dahabe, das ich mitnehmen kann.

  66.  
    Jennifer:

    Aber du sprichst ja, das ist ja immer so dieses Face to Face.

  67.  
    Ralf:

    Mhm (bejahend).

  68.  
    Jennifer:

    Also ich bin jetzt da und inspiriere dann. Geht das auch im schriftlichen Bereich?

  69. Inspiration im schriftlichen Bereich

  70.  
    Ralf:

    Ja total. Manchmal ist es auch, dass ich ganz oft bei Chefs lese, wenn sie das gut machen, aber der letzte Satz halt: Das ist aber kein Grund nachzulassen. Aber wir müssen dieses Jahr auch … Und dann sage ich: Bis jetzt war der Brief gut, aber …

  71.  
    Jennifer:

    So gut und dann hinten, ne.

  72.  
    Ralf:

    Und dann mache ich alles kaputt. Diese Inspiration, die Motivation ist mit dem letzten Satz, ja, aber ist kein Grund, wir dürfen nicht nachlassen, aber der Markt schläft nicht. Ich sage: Spart euch das doch. Kann man sicherlich separat nochmal schreiben, aber wenn ich jetzt so motiviere, inspiriere, Beispiele bringe. Schön was rumschicke.

  73.  
    Jennifer:

    Also das heißt, wirklich auch da noch mal besonders darauf achten, einen tollen Anfang, so einen tollen Start zu haben, einen guten Ausklang zu haben. Vielleicht noch mal ein Bild oder auch ein Zitat mitschicken. Also da kommt es ja auch immer darauf an, wie ich selbst halt eben unterwegs bin, was mir halt wichtig ist, aber auch da zu sagen: Ich kann auch schriftlich inspirieren.

  74.  
    Ralf:

    Ja. Und warum sollte man das machen? Was bringt das? Also was habe ich davon? Ich finde, alle suchen nach Formen von Mitarbeiterbindung, nach, wie kann ich meine Mitarbeiter motivieren, wie kriege ich mehr Leistung, ich brauche mehr Ideen. Ich finde, dass das ein Riesenhebel ist. Wenn ich da auf dieses Konto einzahle, ist das ein Riesenhebel für Mitarbeiterbindung. Vielleicht nicht jeder will das, aber ganz viele wollen beteiligt werden. Warum sind Sie hier? Weil ich gehört werde, weil ich was mit einbringen kann.

  75.  
    Jennifer:

    Das verstehe ich noch nicht richtig. Ich weiß, dass es wichtig ist, Mitarbeiter zu binden, zu Fans zu machen, aber wie meinst du genau, kriege ich das hin als Chef, wenn ich inspirierend bin, Mehrleistung, das ist auch so ein Stichwort, Mehrleistungen aus meinem Team zu kitzeln?

  76.  
    Ralf:

    Also ich meine damit, dass ich für, wenn ich den Sinn verstehe, wenn ich weiß, warum ich was mache, wenn ich selber Spaß dran habe und es kommt jetzt auf an die Extrameile zu gehen, weil das muss noch fertig werden für den Kunden und nicht nur auf die Uhrzeit gucke, wenn ich das Warum dahinter verstanden habe, dass ich eher bereit bin sozusagen, dann die Leistung zu Ende zu bringen.

  77.  
    Jennifer:

    Mhm (bejahend). Ja, jetzt.

  78.  
    Ralf:

    Und die Menschen wollen Zugehörigkeit, sie wollen Beteiligung. Und wenn ich natürlich alle im Dunkeln lasse und sie kriegen nichts mit, dann darf ich mich nicht wundern. Inspiration ist, sie jedenfalls nicht im Dunkeln lassen, das ist ins Helle gehen. Den Nordstern zeigen, sie mitnehmen auf diese Reise.

  79.  
    Jennifer:

    Das Bild mag ich. Du weißt, ich bin ja ein visueller Mensch und dann leuchtet es natürlich direkt um diese Person herum, die ich gerade sehe, und das finde ich, ist ein schönes Bild.

  80. Unsere praktischen Tipps zusammengefasst

  81.  
    Ralf:

    Also für mich nur nochmal zum Schluss: Bitte mal reflektieren dieses Thema. Bin ich eine inspirierende Führungspersönlichkeit? Da etwas für zu tun, zu trainieren. Und jetzt kommen wir zu den …

  82.  
    Jennifer:

    Ist schon die Bohne, ne?

  83.  
    Ralf:

    Ja. Kommen wir zu den Bohnen.

  84.  
    Jennifer:

    Für mich war es so Bohne, weil du sagtest halt so, dieses Üben, dieses Selbstreflektieren …

  85.  
    Ralf:

    Stimmt.

  86.  
    Jennifer:

    … und das wäre für mich jetzt schon die erste Bohne gewesen.

  87.  
    Ralf:

    Ja. Schmeiß mal für mich rein. Ja, welche Bohne schmeißt du rein? Ich schmeiße sie für dich rein.

  88.  
    Jennifer:

    Also für mich wäre es, erstmal Inspirationen zu sammeln. Also das, was mich selbst inspiriert, Bewusstheit, auch wenn du sagst, so Selbstreflektion, einfach für sich Sachen visuell oder akustisch, alles, was mich inspiriert, erstmal so in mein eigenes Portfolio mit aufzunehmen.

  89.  
    Ralf:

    Und eine Bohne, ruhig mutig sein, raus aus der eigenen Komfortzone, mal wirklich Dinge machen, die ich noch nicht gemacht habe, die aber zu mir passen. Auch das ist ein gutes Vorbild dann für Mitarbeiter, wenn ich selber mal zeige, ich habe mal was Neues ausprobiert.

  90.  
    Jennifer:

    Ja, bei dem Mutig-Sein, viele unserer Hörer kennen uns vielleicht nicht so gut wie viele Partner, die wir langjährig begleiten dürfen. Bei uns steht Mut für Make Unique Things, also im Sinne des bunten Eis. Wir haben ja unser buntes Ei, was für 6 As steht: angenehmen, auffallend anders als alle anderen. Und das finde ich, ist noch mal schön, so einen Impuls mit auf den Weg zu geben. Seid mutig da draußen macht euer Ding. Dann sind wir wieder bei der Authentizität vom Anfang.

  91.  
    Ralf:

    Genau. Ja. Bist du inspirierend, bei deinen Kindern zum Beispiel?

  92.  
    Jennifer:

    Ach, natürlich hat mich das auch beschäftigt, wie du die Frage da reingebracht hast: Bin ich selbst eine inspirierende Person? Oft ist es, dass ich vielleicht tiefer staple, als ich dann unterwegs bin. Doch ja, ich sag Ja, …

  93.  
    Ralf:

    Das stimmt.

  94.  
    Jennifer:

    In vielen Bereichen bin ich schon eine inspirierende Person. Ob jetzt für meine Kinder, ich werde die Jungs mal fragen. Doch, ich glaube schon. Viele Menschen, wenn man sie fragt, werden sagen, ja, Jennifer gibt da Inspiration mit auf den Weg.

  95.  
    Ralf:

    Schön.

  96.  
    Jennifer:

    Ja.

  97.  
    Ralf:

    Dann Danke für diesen inspirierenden Podcast. Alles weitere gerne auch über unseren Newsletter auf www.begeisterungsland.de.

  98.  
    Jennifer:

    Genau.

  99.  
    Ralf:

    Bis dann. Tschüss!

  100.  
    Jennifer:

    Begeisterung macht den Unterschied.

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