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#025 Die wichtigste Führungsveranstaltung des Jahres!

#025 Die wichtigste Führungsveranstaltung des Jahres!
Brennende Themen im Führungsalltag...

 
 
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Machen Sie Ihren Teammitgliedern Lust auf das neue Jahr!

Eine Jahresauftaktveranstaltung ist dann erfolgreich, wenn sie das Team nicht nur motiviert, sondern begeistert, wenn sie richtig Lust auf neue Projekte und die gemeinsamen Ziele macht. In dieser Veranstaltung steckt also eine Menge Potential. Und deshalb ist der Jahresauftakt auch die vielleicht wichtigste Veranstaltung für Führungskräfte. Ein Potential, das jede Führungskraft ausnutzen kann und sollte, denn: Mit guter Vorbereitung und etwas Übung kann jeder einen Jahresauftakt veranstalten, der alle Teammitglieder begeistert.

In dieser Folge sprechen wir darüber, warum jeder eine gute Rede halten kann, wie man eine Jahresauftaktveranstaltung durchführt und auf welche Details besonders zu achten ist. Hören Sie mit und fangen Sie direkt an, Ihren Jahresauftakt mit unseren praktischen Tipps zu planen.

Unsere Tipps für wirkungsvolle Powerpoint-Präsentationen können Sie auf einen Blick als PDF hier downloaden.

Das komplette Transkript
> Hier als PDF-Datei zum Download <

Jetzt direkt zu einem Thema springen:

Welche Unternehmen sollten einen Jahresauftakt veranstalten?
Warum ist ein Jahresauftakt so wichtig?
So gestalten Sie einen Jahresauftakt
Was inspiriert sie?
Achten Sie auf die PowerPoint-Falle
Wen und wie lädt man zu der Veranstaltung ein?
Unser praktischen Tipps zusammengefasst

  1.  
    Jennifer:

    Countdown läuft! Das Jahr nähert sich dem Ende. Und heute haben wir uns ein ganz spannendes Thema ausgesucht. Da geht’s nicht um das Ende, sondern um den Jahresauftakt.

  2.  
    Ralf:

    Genau.

  3.  
    Jennifer:

    Also Ausblick 2020 und wie starten wir dort.

  4.  
    Ralf:

    Ja, es geht um den Jahresauftakt, hatten wir besprochen.

  5.  
    Jennifer:

    Genau. Beginn 2020.

  6.  
    Ralf:

    Ja, nicht um Ausblick, es geht um den Jahresauftakt.

  7.  
    Jennifer:

    Genau. Auftakt.

  8. Welche Unternehmen sollten einen Jahresauftakt veranstalten?

  9.  
    Ralf:

    Genau. Wer macht überhaupt einen Jahresauftakt, so einen richtigen Jahresauftakt? Das haben wir diskutiert und gesagt: Da machen wir mal eine Folge draus. Ich werde ja oft als Redner gebucht für so einen Jahresauftakt und erlebe ja wahnsinnig viele Dinge, also gute Sachen, aber auch grausige Dinge, wo du dich fragst: Sag mal, wer hat sich Gedanken gemacht, wie wirkt so ein Jahresauftakt? So, und …

  10.  
    Jennifer:

    Ja. Also ich glaube, oft ist es so das Thema Jahresauftakt eher bei größeren Unternehmen. Dass viele kleine sagen: Ach nee, wir starten dann wieder. Manchmal hat man Betriebsferien und dann geht’s 5., 6., 7. Januar oder irgendwann los. Nur, das sehen wir so ein bisschen anders, wo wir sagen: Im Jahresauftakt ist es immer wert, begrüßt zu werden und nicht nur in der großen Runde.

  11.  
    Ralf:

    Ja, auch für kleine Unternehmen. Also ich habe auch kleinere Unternehmen, die einen ganz tollen Jahresauftakt machen. Das ist ja auch eine Wertschätzung für die Mitarbeiter.

  12.  
    Jennifer:

    Nicht einfach so, zack, wir sind wieder da und legen los, sondern gucken gemeinsam hin, unter welchem Stern oder welchem Motto das neue Jahr beginnt. Warum ist für dich ein Jahresauftakt so besonders wichtig?

  13. Warum ist ein Jahresauftakt so wichtig?

  14.  
    Ralf:

    Ich finde, das ist die wichtigste Veranstaltung von Unternehmern, von Chefs, von Team-Leitern, so einen bewussten Start, Einstimmen auf die Saison, Leistungsreserven, so wieder richtig die Anspannung, was wir uns vornehmen. So, und das Ziel ist, außer manchmal mag‘s Gründe geben, warum es anders ist, aber zu 90 Prozent fährt man dann im Stehen nach Hause, weil man motiviert ist, weil man sich freut auf das Jahr, und was wir alles so vorhaben. Deswegen ist ein Jahresauftakt für mich extrem wichtig, weil ich meine Kollegen, meine Teamkollegen oder meine Mitarbeiter auf das Jahr einstimme und sie motiviere, ihnen zeige, informiere, kommuniziere. Also da kommt ja ganz viel zusammen bei so einem Jahresauftakt. Alles, was sich Mitarbeiter wünschen, Wertschätzung, Ausblick, …

  15.  
    Jennifer:

    Ausblick.

  16.  
    Ralf:

    Anerkennung, ich nehme euch ernst. Und da alle einzubeziehen, also kaufmännische, gewerblich, alle Mitarbeiter sind eingeladen an diesem Jahresauftakt teilzunehmen. Das muss ja nicht, in großen Unternehmen werden ja ganze Bühnen hergerichtet und …

  17.  
    Jennifer:

    Also externe Locations gebucht, externe Partner gebucht.

  18.  
    Ralf:

    Haben wir auch, genau. Redner gebucht.

  19.  
    Jennifer:

    So wie dich.

  20.  
    Ralf:

    Richtig!

  21.  
    Jennifer:

    Aber das heißt, die Hörer da draußen, die jetzt vielleicht kleinere Unternehmen haben, kleinere Teams haben, die sagen nicht, ah, ist nichts für mich so ein Jahresauftakt, sondern das revidieren wir an der Stelle für jeden, egal wie klein das Team ist, Jahresauftakt ganz, ganz essenziell, um einfach den Status und die Richtung fürs neue Jahr mit auf den Weg zu geben.

  22.  
    Ralf:

    Genau, und wenn es die Firma nicht macht sozusagen, dann mache ich das mit meinem Team. Klein fein, überlege mir was. Also selbst das kann ich ja machen. Wenn es das Unternehmen nicht macht, mache ich es für mein Team.

  23. So gestalten Sie einen Jahresauftakt

  24.  
    Jennifer:

    Okay. Jetzt ist natürlich die Frage: Was passiert denn da? Du hast gesagt, die Mitarbeiter mit auf die Reise zu nehmen, zu motivieren, anzuspornen, Ausblick zu geben. Berichte doch einfach mal aus deinem Alltag, wie so eine Auftaktveranstaltung aussehen kann, egal ob jetzt im kleinen oder großen Rahmen.

  25.  
    Ralf:

    Ja, also ich habe mir ganz viele Gedanken gemacht, was ich an diesem Auftakt zeigen will. Ich habe den Raum hergerichtet. Also das kann ganz klein sein, dass ich ein bisschen was aufhänge, dass ich überlege: Wie kommen die Teilnehmer rein? Dann lasse ich vielleicht ein bisschen die Musik laufen, dass nicht so eine komische Stille ist. Ich fange pünktlich an. Habe mir überlegt, wie ich die Teilnehmer begrüße. Und ich finde einen Rückblick gut, also dass man dann mit so einem kleinen Rückblick, ich liebe Fotos, dass ich zeige: Hey, was haben wir geschafft? Was haben wir, und dafür wollte ich noch mal Danke sagen. Mensch, das geht ja im Alltag so unter, und ich zeige ein paar Fotos, die ich übers Jahr so gesammelt habe, wo auch ein bisschen Stimmung hochkommt. Zeige, was haben wir erreicht, wofür sind wir denn im letzten Jahr angetreten, was haben wir gut umgesetzt. Sodass alle sehen, was ist das vergangene Jahr hängengeblieben so.

  26.  
    Jennifer:

    Aber da höre ich raus, ganz viel Vorbereitung. Du musst vorbereitet sein.

  27.  
    Ralf:

    Ja, es bedarf Vorbereitung.

  28.  
    Jennifer:

    Also, wenn du sagst, so Bilder, tolle Bilder, die Stimmung, dann wird der eine oder andere jetzt vielleicht zucken, der zuhört, und sagt: Oh Mann, hättest du da mal ein Foto gemacht oder hättest du da ein Foto gemacht.

  29.  
    Ralf:

    Das sagen übrigens ganz viele, und das sagen die jedes Jahr.

  30.  
    Jennifer:

    Ja, aber trotzdem heißt das: Wenn ich die Fotos vielleicht im Laufe des Jahres nicht gemacht habe, trotzdem mal zu schauen, welche Schnappschüsse habe ich gemacht, was ist passiert im Büro.

  31.  
    Ralf:

    Ja, dann schreibe ich was.

  32.  
    Jennifer:

    Aber das heißt trotzdem Vorbereitung, Vorbereitung, ganz, ganz wichtig. Und wenn ich bis jetzt vielleicht noch nicht viel gemacht habe, jetzt im November die Chance zu ergreifen, ich habe noch sechs, sieben Wochen, also gucken, ein bisschen Zeit reinstecken, mir bewusst die Zeit zu nehmen und daran am Jahresauftakt zu arbeiten, das vorzubereiten. Und dann höre ich so raus Inszenierung, Inszenierung.

  33.  
    Ralf:

    Ja, ich bin ein Fan von Inszenierung, aber hier im Kleinen, dass ich nur gucke: Wie sieht der Raum aus? Was habe ich da hingestellt? Habe ich vielleicht ein, zwei Plakate aufgehangen. Also ganz minimalistisch und trotzdem bewusst gucken: Wie sieht der Raum aus? Wie habe ich die Stühle hingestellt? Was fehlt? Dass ich mir einfach da ein bisschen Gedanken mache. Also ich will da gar nicht zu viel Arbeit, fürs Große ganz wichtig, aber auch im Kleinen einfach gucken. Und ich vermisse einfach, dass man da ein bisschen was vorbereitet, dass da Musik läuft. Weil am Anfang ist so eine Stille, manche kommen sehr früh, sodass eine Atmosphäre entsteht.

  34.  
    Jennifer:

    Wie ist das denn so mit Inhalten? Also jetzt haben wir über Inszenierung gesprochen, aber was gebe ich denjenigen mit auf den Weg? Vielleicht häufiger ist es dann ja auch eher so im großen Kontext, wenn es nicht nur meine kleinen Teams sind, die ich da briefe und motiviere fürs neue Jahr, sondern wenn ich eine große Veranstaltung habe, vielleicht zwei Stunden angesetzt, eine Abendveranstaltung, was stehen da für Inhalte auf der Agenda?

  35.  
    Ralf:

    Ja, dann wird es ein bisschen mehr. Dann habe ich eine Bühne, dann habe ich die Präsentation richtig gut vorbereitet, dann habe ich vielleicht einen Moderator, der durchs Programm führt, oder der Chef begrüßt alle, ist vielleicht auch der Seniorchef. Und ich halte eine kleine Begrüßungsrede, die ich auch mal geübt habe. Und halte dann, also dann ist es wirklich schon, komme auf die Bühne, stelle mich in die Mitte und halte eine ganz kleine Begrüßungsrede und dann gebe ich vielleicht den einzelnen Bereichen die Gelegenheit einen kurzen Rückblick zu machen und jetzt vielleicht schon mal immer sehr kurz. Also am schlimmsten ist, zu viel reden. Lieber kurz knackig. Und dann gibt es ja Menschen mit Sprechdurchfall, die gefährdet sind. Und denen muss man das sagen, weil es ist nichts schlimmer als wenn wir langweilen. Dann lieber nur eine Stunde und boah, war schnell und ich bin durchgesprungen, …

  36.  
    Jennifer:

    Und knackig auf den Punkt.

  37.  
    Ralf:

    Jo, als dass wir einen haben, …

  38.  
    Jennifer:

    Gute Stimmung.

  39.  
    Ralf:

    … was ich schon immer mal sagen wollte und alle. Also ganz schlimm ist, wenn dann die mit Sprechdurchfall nicht gebremst werden.

  40. Achten Sie auf die PowerPoint-Falle

  41.  
    Jennifer:

    Das, was ich auch immer so ein bisschen ermüdend finde, ist so das Thema PowerPoint-Schlachten, eine PowerPoint nach der anderen. Und noch eine Seite, noch eine Seite, noch eine Seite, Text, Text, Text.

  42.  
    Ralf:

    Auch wenn du jetzt wieder schimpfst, vielleicht kann ich ja doch ein bisschen in die Shownotes reinhängen, dann muss ich wieder abliefern, aber bitte keine Folien ablesen, keine selbsterklärenden Folien und so gut wie keinen Text. Also die schlimmsten Folien sind, wo dann so ganze Sätze sind, wo der Redner sich umdreht und das vorliest, also die PowerPoints sind in der Regel nicht spannend. Und das ist ganz wichtig, dass ich mir da einmal noch mal Gedanken mache.

  43.  
    Jennifer:

    Also da finde ich ja ganz spannend so deine eigene Entwicklung, also ich darf dich ja mittlerweile über 16 Jahre begleiten. Deine Vorträge früher auf der Bühne waren ja auch geprägt von PowerPoints, ganz sicher nicht diese Standard-PowerPoints, viele Bilder und mit einer hohen Wirkung. Aber heutzutage ist es ja so, wenn man dich als Speaker bucht, dann heißt es immer so: Was braucht Herr Strupat? Bringt er Laptop mit oder stellen wir einen zur Verfügung? Und hier Surroundsystem und was weiß ich. Nee, braucht er alles nicht, du kommst ja so …

  44.  
    Ralf:

    Genau.

  45.  
    Jennifer:

    … und wirkst so. Und das ist schon was Besonderes und da bist du ja auch wirklich auf weiter Flur einzigartig unterwegs mit unserem thematischen Fokus. Was gibst du da noch so mit auf den Weg für diejenigen, die mutige Macher da draußen sind und Dinge anders tun wollen?

  46.  
    Ralf:

    Ich bin ja auch angefangen, immer zu reduzieren, das ist in der Entwicklung und am Ende hatte ich ja nur noch Bilder, bis ich dann auf so einem Speaker-Kongress in Amerika war und gesehen habe: Hä? Kein richtiger Redner, also Keynotes, hat eine PowerPoint und dann hat es trotzdem anderthalb Jahre gedauert, bis ich mich getraut habe. Wahnsinn, ne! Weil diese Bilder gaben mir Sicherheit, PowerPoint gibt mir Sicherheit. Und da mit so einem Gedächtniskünstler zu arbeiten, die Folien abzulegen, auf so einer Körperroute, das ist für die Profis. Aber mein Tipp jetzt an die Hörer: Tolle Fotos geben mir so einen roten Faden. Und wenn man dann noch den Laptop so stellt, dass man das nächste Foto sieht, dann kann man ein bisschen mit den Übergängen spielen, dann muss ich mich auch nicht umdrehen. Also da bietet ja heute, das Notebook so hinstellen, dass ich mich nicht umdrehen muss. Dann sehe ich, was die nächste Folie ist. Und so habe ich ja einen roten Faden. Die meisten brauchen PowerPoint, damit sie wissen, was sie sagen müssen. Und das ist natürlich für so einen Auftakt völlig okay, weil meine Keynote halte ich 100 Mal und dann sitzt sie. Und für fachliche Themen nutze ich auch manchmal PowerPoint, weil ich nicht die Zeit habe, alles so zu lernen. Also deswegen, nur dann ist ein Wort und nicht ein Satz. Und das Wort ergänze ich, weil das Wort reicht mir als Stichwort, und dann weiß ich, was ich sagen muss. Oder ich habe eine Moderationskarte und gucke dann auf die Moderationskarte.

  47.  
    Jennifer:

    Ja, okay. Mhm (bejahend).

  48.  
    Ralf:

    Ja, also dann gebe ich ab an die einzelnen Bereiche, jeder kurz, knackig. Und das Ziel ist: Was haben wir erreicht? Also welche Ziele haben wir uns vorgenommen, wo stehen wir? Weil die Menschen haben alles gegeben für uns, haben sich den Hintern wund gearbeitet und wollen jetzt auch sehen, was ist denn die Belohnung, was haben wir denn geschafft, sind wir unseren Zielen näher gekommen? So eine Standortbestimmung. Und jeder berichtet ein Stück: Was habe ich mir vorgenommen? Was haben wir erreicht? Wo stehen wir? Kurzen Applaus, dann kommt der nächste, macht man meine kurze Pause, wenn große Veranstaltungen sind. Und wenn ich im Kleinen bin, mache ich es eben mit meinen Kollegen vorne zusammen, jeder sagt was. Meine Mitarbeiter sitzen da, also ich habe ja auch einen tollen Edeka-Händler, der macht das immer ganz toll, nimmt die mit, zeigt, was steht an. Dann habe ich den Rückblick fertig, dann mache ich einen kurzen Ausblick oder der Kollege für den Fachbereich macht neben dem Rückblick dann gleich den Ausblick. Was nehmen wir uns dieses Jahr vor? Woran wollen wir arbeiten? Was ist unser Schwerpunkt? Gibt rechts und links ein bisschen, was macht der Wettbewerb? So, dass alle motiviert sind, so einen sportlichen Ehrgeiz zu entwickeln, so einen Teamgeist. Ich bringe gute Botschaften rüber. Ich achte auf meine Sprache, dass ich eine positive Sprache verwende. Ja, bleibe authentisch. Also jeder kann das, jeder auf seine Art, so wie er ist, völlig in Ordnung.

  49.  
    Jennifer:

    Ich find‘s immer ganz, ganz wichtig, du sagst so: positiv auf jeden Fall, jeder auf seine Art und Weise positiv. Da kommt bei mir nämlich noch mal so dieses, ja, wir haben ja so eine Anti-Jammer-Kampagne und so dieses Meckern und „Ja, aber”. Also da höre ich raus, definitiv nicht meckern und nicht im Mangel unterwegs sein, sondern wirklich positiv fokussieren.

  50.  
    Ralf:

    Ja. Es sei denn, es gibt einen Grund, eine Krise, dann ist es was anderes. Dann sind auch harte Worte und dann ist ein anderes Setting, also der Rahmen kann dann anders sein. Aber in der Regel lasse ich dieses „Ja, aber” weg. Ich erlebe so viel Chefs, die sagen: Ganz toll! Und haben dann Angst, dass sie zu viel gelobt haben und sagen dann: Ja, aber das ist kein Grund nachzulassen. Aber wir müssen aufpassen. Und dann machen sie alles damit kaputt.

  51.  
    Jennifer:

    Dass die ganze Energie wieder raus ist.

  52.  
    Ralf:

    Ja. Nehmt die Energie nicht raus. Habt den Mut, das stehen zu lassen. Die Leute sollen im Stehen nach Hause fahren. Und das schaffen wir nicht, wenn da ein „Ja, aber” kommt. So! Es kann auch mal wichtig sein zu sagen: Leute, wir haben es auch letztes Jahr versaut und zeigt mal ein paar Fotos, die nicht in Ordnung waren. Also das ganz wichtig. Aber ich meckere nicht, ich jammere nicht auf der Bühne, ich sag kein „Ja, aber”. Das sind so Don’ts. Bitte lasst das weg!

  53.  
    Jennifer:

    Wir haben schon gesagt, wenn es kleinere Teams sind, klar, dann lädt man das ganze Team ein. Was ist denn, wenn ich jetzt so eine Firma habe von über 3.000 Menschen? Klar, hast du auch gesagt, es gibt eine externe Location oder so. Lade ich alle, wirklich alle ein, oder?

  54. Wen und wie lädt man zu der Veranstaltung ein?

  55.  
    Ralf:

    Naja, bei 3.000 habe ich jetzt einen Kunden, der lädt seine Top-Führungskräfte ein, nimmt die mit auf die Reise, und die Führungskräfte tragen das in die Bereiche. Also dann kriegt auch jeder sozusagen die Unterlagen und gibt das weiter in seine Bereiche.

  56.  
    Jennifer:

    Also das heißt, jeder macht für sich da nochmal so einen kleinen Auftakt mit …

  57.  
    Ralf:

    Genau.

  58.  
    Jennifer:

    … seinem Team, überlegt, wie er die Botschaft des gesamten Unternehmens weiterträgt und dann eine wertschätzende Veranstaltung in einem kleineren Rahmen.

  59.  
    Ralf:

    Genau. Also manche machen dann auch mit Übernachtung der Führungskräfte. Dann ist die Kommunikation wichtig, weil man sich nicht so oft sieht, die Begegnungsqualität. Das ist dann aber schon für einen größeren Rahmen.

  60.  
    Jennifer:

    Was ich persönlich immer ganz schön finde, wenn es nochmal so einen Anker gibt, dass man irgendwas mit auf den Weg gibt passend zum Jahresmotto. Weil wir haben ja vor kurzem noch über Jahreszielplanung gesprochen. Das heißt, so eine Jahreszielplanung sollte dem ganzen Jahr vorausgehen, damit ich überhaupt weiß, also unter welchem Stern steht das nächste Jahr. Und dass man dann noch mal irgendwas hat, was man mit auf den Weg gibt. Ob es ein Bild ist, was in allen Büros zu sehen ist, als Bildschirmschoner, ob es so ein kleines Gimmick ist.

  61.  
    Ralf:

    Genau.

  62.  
    Jennifer:

    Das finde ich, ist ja noch mal was, dann hat man neben dem, was man im Geiste, im Herzen und im Bauch trägt, aber trotzdem auch noch was, was den Arbeitsplatz dann begleitet.

  63.  
    Ralf:

    Genau. Übrigens, wer gut plant, der hat schon den Termin für den Jahresauftakt ein Jahr vorher „save the date” gemacht.

  64.  
    Jennifer:

    Ein Jahr vorher?

  65.  
    Ralf:

    Mhm (bejahend). Und dann wissen alle schon, ne, weil die Einladung ist auch wichtig. Jetzt fragen sich viele, ja, bei vielen meiner Partner ist es eine freiwillige Pflicht und dann auch interessant, wer kommt, wer kommt nicht. Also es ist oft dann, dass es gleich nach …

  66.  
    Jennifer:

    Erläutere es noch mal kurz: freiwillige Pflicht?

  67.  
    Ralf:

    Naja, wir erwarten schon, dass jeder kommt, aber es ist keine bezahlte Arbeitszeit. Es gibt auch welche, die machen es in der Arbeit, dann ist es sowieso klar, dass jeder zu kommen hat. Und sonst kommen dann nur die gleichen. Also es gibt die Pappenheimer, die dann nie kommen, aber dann weiß ich, wo die stehen und dann finde ich, als Teamleiter gehe ich in die Diskussion.

  68.  
    Jennifer:

    Ja klar. Warum warst du nicht dabei? Ja.

  69.  
    Ralf:

    Es gibt immer so eine Gruppe, gerade so Gewerbliche fühlen sich nicht wohl, da muss sich daran arbeiten. Das ist ein Ergebnis. Ran, ran, ran da! Und nicht meckern, sondern gucken, dass ich meine Quote erhöhe.

  70.  
    Jennifer:

    Mhm (bejahend).

  71. Unsere praktischen Tipps zusammengefasst

  72.  
    Ralf:

    Ja, ich denke, das ist das Wichtigste. Also einfach mal machen, mal anfangen, ganz klein anfangen. Es reicht auch mit einer halben Stunde anzufangen, kurz, knackig. Anschluss am Feierabend, so, und mich da rantasten, also für die, die das jetzt noch gar nicht gemacht haben. Und vielleicht gucken, dass ich einen guten Einstieg habe, einen guten Schluss habe. Lieber kurz knackig, machen, das wäre so meine Botschaft. Wirklich sich trauen. Und wenn jetzt das noch nicht so vorbereitet ist, dann einfach vielleicht spontan. Fangt mal an! Fangt mal wirklich damit an! Und jedes Jahr etwas verbessern. Dann hat man irgendwann einen riesenhohen Standard. Anstatt jetzt so in der Perfektion zu scheitern. Dann habe ich nicht, nee, habe ich ja noch nicht gemacht. Schaffe ich nicht. Und dann ist wieder ein Jahr rum. Deswegen: Habt den Mut, wirkliche 2020 in euren Teams einen ganz kleinen Jahresauftakt zu machen.

  73.  
    Jennifer:

    Dafür schmeiße ich schon mal eine Bohne rein, ne.

  74.  
    Ralf:

    Ja.

  75.  
    Jennifer:

    Also ich finde, das ist so wichtig und relevant, dass wir sagen, da geht eine doppelte Bohne rein. Ich finde, genau, das nochmal zu stärken. Unsere lieben Hörer da draußen, auch wenn ihr noch keinen Auftakt gemacht habt, mutige Macher sein, kleinen anfangen und starten.

  76.  
    Ralf:

    Ja, und das ist für mich im Grunde auch die wichtigste Bohne. Dann vielleicht, wo wir jetzt bei Bohnen sind, bleiben wir auch dabei, weil ich denke, wir haben alles mit auf den Weg gegeben, jetzt einfach machen. Was für mich wichtig ist, nämlich danach gleich die Verbesserung festzuhalten, sofort alles notieren. Nach der Aktion mich sofort hinsetzen und meine Verbesserungen notieren, dann ist es noch frisch und schon kann ich beim nächsten Mal auf dieser Verbesserung aufsetzen. Weil ein Jahr später machen oft welche die gleichen Fehler und sagen, …

  77.  
    Jennifer:

    Ja, und die wissen auch gar nicht mehr genau, was es war, sind im gleichen Muster halt eben.

  78.  
    Ralf:

    Genau. Ah, wir hatten noch zu wenig davon und wir hätten, ah, wir hätten doch dran denken sollen, dass …. Macht es bitte sofort am nächsten Tag! Alles aufschreiben, und dann, nach dem Jahresauftakt ist vor dem Jahresauftakt, gleich die Verbesserungen notieren.

  79.  
    Jennifer:

    Ja.

  80.  
    Ralf:

    Ja. Machen wir einen Jahresauftakt 2020?

  81.  
    Jennifer:

    Ich bin gespannt. Ich denke, du überraschst mich dann wahrscheinlich.

  82.  
    Ralf:

    Okay. Wir haben einen Jahresauftakt.

  83.  
    Jennifer:

    Wir haben ja gerade gesagt, es ist Aufgabe der Führungskräfte, einen Jahresauftakt, und ja, du mit Chef und Hut hier im Haus auf, und auf der anderen Seite Sondergast im Haus. Ja, bin ich gespannt, was mich dann erwartet.

  84.  
    Ralf:

    Okay. Ich werde berichten.

  85.  
    Jennifer:

    Kannst ja schon mal so ein Safe-the-Date-Datum reinstellen.

  86.  
    Ralf:

    Weil bisher haben wir ja eher so in der Jahreszielplanung so war da alles ein bisschen mit drinnen, ne, im eigenen Jahresauftakt. Aber ich habe ja manchmal dekoriert, also wenn ihr so wiederkamt.

  87.  
    Jennifer:

    Na doch, das ist schon, finde ich. Also ich meine, wir sind ja auch wirklich ein ganz, ganz kleines Team und wir sind ja ganz, ganz nahe auch beieinander und haben ja Ausrichtung für uns auch klar. Und für uns steht jetzt ja schon, so ein bisschen Neugierde zu machen, das Programm für 2020 …

  88.  
    Ralf:

    Psst!

  89.  
    Jennifer:

    … für den Podcast.

  90.  
    Ralf:

    Wir hatten doch vereinbart, dass wir das jetzt noch nicht sagen.

  91.  
    Jennifer:

    Ja, ja, ja. Aber ich freue mich schon so drauf, weil es so tolle, inspirierende Themen sind.

  92.  
    Ralf:

    Gut!

  93.  
    Jennifer:

    Nein, aber das heißt, für uns haben wir da ja auch schon den Blick und na klar, gibt’s auch immer den Aufhänger, ein Motto. Ja.

  94.  
    Ralf:

    Gut! Alles weitere dann im Newsletter, da packen wir noch ein paar Infos rein. Ansonsten Danke für die Zeit, Jenny!

  95.  
    Jennifer:

    Danke dir und an die Hörer draußen! Gerne abonnieren unter begeisterungsland.de.

  96.  
    Ralf:

    Tschüss!

  97.  
    Jennifer:

    Ciao!

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