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#018 Selbstkenntnis: Ein Schlüssel erfolgreicher Führung

#018 Selbstkenntnis: Ein Schlüssel erfolgreicher Führung
Brennende Themen im Führungsalltag...

 
 
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Hand auf‘s Herz: Wie gut kennen Sie sich selbst?

Selbstreflexion, Selbsterfahrung, Selbstkenntnis. Oft gehört, doch wirklich verstanden? Für manche ist es eine tägliche Übung, sich selbst immer besser kennenzulernen. Trotzdem ist das Thema Selbstreflexion ein heißes Eisen für Führungskräfte. Denn oft nimmt man sich selber anders wahr, als man auf seine Mitmenschen wirkt. Oder man lebt und reflektiert nur im Außen – sucht die Fehler zum Beispiel permanent bei den Anderen. Das führt zwangsläufig zu Reibungen.

In dieser Folge entschlüsseln wir die verschiedenen Begriffe – Selbsterfahrung, Selbstbewusstsein, Selbstverantwortung. Wir argumentieren warum wir alle gut beraten wären, etwas mehr innerliche Bewusstheit zu entwickeln. Dazu gibt es wie gewohnt unsere praktischen Tipps, mit denen Sie Ihren Weg zu mehr Selbstkenntnis direkt starten können. Hören Sie also rein, es lohnt sich für Sie.

Das komplette Transkript
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Vor Führungserfahrung kommt Selbsterfahrung
Bewusstheit als Schlüssel zur Selbsterfahrung
Selbstbewusstsein – sich seiner selbst bewusst sein
Äußerliche vs. innerliche Bewusstheit
Selbstverantwortung (aber nicht für andere)
Sich selbst beobachten
Unsere praktischen Tipps zusammengefasst

  1.  
    Jennifer:

    Ja, unsere letzten beiden Folgen waren ja ziemlich heiß, da ging‘s um das heiße Eisen. Ich freue mich riesig, dass wir so viel Rückkopplung zu dem Thema bekommen haben, also E-Mails, die reinkamen, sogar jemand, der angerufen hat und gesagt hat, ah, so ein Herzensthema. Da waren wir beide schon überrascht, wie viel das bei Menschen auslöst und dann haben wir gesagt, hey komm, dann setzen wir uns jetzt noch mal genau hin mit einem Espresso, ich habe dir einen mitgebracht …

  2.  
    Ralf:

    Dankeschön!

  3.  
    Jennifer:

    und gucken noch mal hin, was es mit dem Thema Explodieren, Lob, so auf sich hat, wie man da wirklich noch mal bei sich ansetzen kann. Weil es scheint schon viele Menschen zu bewegen, und wir haben selbst auch im Nachgang gesagt, ja, macht auch was mit uns, uns gemeinsam austauschen, dass man ja auch da seine Punkte sieht, wo man ansetzt. Dann haben wir gesagt, dem Ganzen schenken wir nochmal Raum und Zeit.

  4. Vor Führungserfahrung kommt Selbsterfahrung

  5.  
    Ralf:

    Genau. Wir bleiben bei dem heißen Eisen. Nach der einen Folge haben wir nochmal diskutiert zuhause so Loben und defizitorientiert und wie das so kommt. Ja, macht auch was mit uns. Heute geht es dann um Selbstreflexion. Wir haben gesagt, was ist das, wo wir nochmal hingucken können und dann Selbstreflexion, oder bei mir war es ganz viel Selbsterfahrung, also in meinem beruflichen Kontext. Also was mir geholfen hat, ich habe viel Selbsterfahrung während des Studiums, Selbsterfahrungskurse gemacht, weil es mit zur Ausbildung gehört, wenn man als Berater unterwegs ist oder therapeutisch arbeitet, muss du ganz stark wissen, was mit dir ist, sonst wirst du nicht auf andere Menschen losgelassen. Und da der Brückenschlag, vielleicht müssen manche Führungskräfte erstmal Selbsterfahrung machen, bevor sie auf Führung losgelassen werden.

  6.  
    Jennifer:

    Mach es bitte noch mal konkret, was heißt jetzt Selbsterfahrung? Wie erfahre ich mich denn selbst? Also wenn es eben nicht Teil des Studiums ist, nicht Teil der Ausbildung ist, also ich finde auch, ein ganz, ganz wichtiger Baustein, aber wie erfahre ich mich denn selbst?

  7.  
    Ralf:

    Also ich guck noch mal, was es so bei mir im Studium gab. Zum Beispiel ganz viel Feedback. Feedback, also kriegst eine Aufgabe, Feedback und dann kriegst du ein Besteck und da ist Löffel, Gabel, Messer und jedes Besteckteil hat dann einen gewissen Wert im Feedback, und wenn du dann von der Gruppe Feedback kriegst und hast nur ein Messer, das ist sehr hart. Dann auf der Bühne was vorführen und dann kriegst du Feedback zur Authentizität und bist du überhaupt nicht authentisch. Nochmal, also jetzt sage ich mal, ich bin brutal aus meiner Komfortzone, aus meiner Rolle geholt worden. Also ich weiß noch, dass dann zum Beispiel gesagt wurde vom Prof, so, jetzt haben wir das gehört, aber jetzt fangen wir an. Du bist nicht echt, du bist nicht authentisch und dann in die Selbstreflexion gehen, wieso wirke ich so? Es war ganz viel Auseinandersetzung, ganz schmerzhafte Prozesse aus meiner Komfortzone, also hinter der Wand, hinter der ich mich versteckt habe. Komplexe, die man hatte, wurden hervorgeholt, Dinge, die man verdrängt hat. Also bis du sozusagen nackt vor der Gruppe standst und dann dich gespürt hast. Das ist jetzt mal der therapeutische Weg, um sich selbst zu erfahren.

  8.  
    Jennifer:

    Ich denke, viele Partner, die wir begleiten und viele Hörer, die haben gar nicht die Chance, sich so in der Form halt eben selbst zu erfahren. Was können wir genau diesen Menschen mit auf den Weg geben, dass man bewusster da drangeht?

  9. Bewusstheit als Schlüssel zur Selbsterfahrung

  10.  
    Ralf:

    Genau. Aber das Wort, ich liebe es seit langem, Bewusstheit. Bleibe im Hier und Jetzt, mal bewusst innehalten. Reflektieren, also was ist denn Reflektieren? Darüber nochmal nachdenken, was heute war. Wie hat’s gewirkt, habe ich was beobachtet? Vielleicht auch mal Feedback holen. Wir nutzen ganz oft auch so Kommunikationsbögen und geben dann die Aufgabe, jetzt holt mal Feedback, wie du dich gesehen hast. Das kann ich als Führungskraft, finde ich, eher schlecht bei den Mitarbeitern machen, obwohl ich das manchmal so erlebe, aber das ist nicht so meins. Ich finde eher unter Kollegen auf einer Ebene. Natürlich kann ich immer fragen, wie ist es angekommen? Das find ich auch immer wichtig. Wie ist es denn bei dir angekommen?

  11.  
    Jennifer:

    Also Selbstrückkopplung einholen im Gespräch beim Mitarbeiter, wo man sagt, ist jetzt nicht sag ich mal selbe Ebene, sondern ich bin Teamleiter und sozusagen, wie ist es denn bei dir angekommen?

  12.  
    Ralf:

    Ja.

  13.  
    Jennifer:

    Ich meine, das ist unverfänglich an der Stelle, aber man kriegt trotzdem halt eben eine Rückmeldung, was ich gesagt habe. Ist es “richtig”, in Anführungszeichen, aus meiner Perspektive richtig artikuliert worden, angekommen? Aber ich finde, das ist schon so dieser kollegiale Austausch. Wir haben schon viele Führungskräfte, Nachwuchsführungskräfte, dass die mehr das Potenzial auch nutzen. Oft ist es ja so, Chef verteilt sage ich mal Feedback, egal ob jetzt positiv bestärkend oder den Veränderungsprozess anstoßend. Ich denke, dass aber viel mehr Kollegen oft selber, in Anführungszeichen, Stufe voneinander, miteinander lernen können. Dass man einfach sagt, wie hast du mich denn wahrgenommen? Ich sage mal jetzt, wir sind stark im Lebensmitteleinzelhandel unterwegs, der eine Kollege macht Obst und Gemüse, der andere macht Fleisch. Und sich da einfach mal Rückkopplung zu geben und zu sagen, ah, da bist du ja wieder rumgeschlurft, oder da war halt wieder die laute Stimmlage da, da habe ich dich sogar bis dahinten gehört. Also dass man da einfach die Chance nutzt, um eine Rückkopplung auch von anderen zu bekommen.

  14.  
    Ralf:

    Ja.

  15. Selbstbewusstsein – sich seiner selbst bewusst sein

  16.  
    Jennifer:

    Ich mag ja generell den Begriff Selbstbewusstsein. Wenn man den so auseinanderpflückt, sich seiner selbst bewusst zu sein. Da merke ich immer so im Coachingkontext, wie viele Menschen sich ihrer selbst so richtig bewusst sind. Also die nehmen das einfach so hin, ich bin so wie ich bin und so bin ich unterwegs und so spreche ich und so handle ich und so unterlasse ich, aber das gar nicht so bewusst passiert. Du sagtest gerade so zu Anfang, dass es auch immer viel mit uns macht, wenn wir so Themen aufrollen und besprechen, und auch wenn ich im Moment vielleicht immer noch nicht aus meiner Perspektive ideal zu Hause Lob verteile, aber ich merke, wo ich dann wieder in mein typisches Muster reinkomme, wo ich sage, das ist für mich selbstverständlich und teilt’s du eher aus, anstatt vielleicht einmal bei dir zu sein, wirklich im Hier und Jetzt. Also da finde ich, ist der erste Schritt, das überhaupt zu spüren und zu merken.

  17.  
    Ralf:

    Genau. Ich kenne ja auch niemanden, der perfekt ist, und ich will auch nicht, dass jetzt jeder denkt, ja, du willst perfekt sein in all den Dingen, sondern auch raus aus der Bewertung gehen, wahrnehmen, daran zu arbeiten, mich zu entwickeln, mich zu verbessern. Aber ich weiß gar nicht, Jenny, wir haben auch ein paar Partner erlebt, mal hier und da, wo ich einfach denke, die gehen nicht in eine Selbstreflexion, die hören das auch nicht. Wir hören das dann oft in den Pausen, wo über Chefs gesprochen wird und wenn ein Chef fragen würde, würden die noch nicht mal ein ehrliches Feedback kriegen, weil auch viele Chefs dann beleidigt sind und das irgendwie rüberbringen. Übrigens bei mir oder das hast du auch mal gesagt, und meine Familie bestätigt das auch, mir merkt man es dann an. Also wenn ich dann beleidigt bin, dann sage ich eben nichts, aber dann bin ich eben beleidigt, und jeder merkt das. So, und das ist natürlich, hm, und das höre ich ganz oft. Ich weiß gar nicht, ob diese Chefs unseren Podcast überhaupt hören. Da gibt’s auch Kennzahlen, die darauf hinweisen, dass Dinge nicht in Ordnung sind. Das sind viele, die eben nicht in diese Selbstreflexion gehen und das immer im Außen suchen, nicht im Innen. Also die mit dem Finger auf andere zeigen, die sind schuld, und ich sage, wo es langgeht, und sich dann aber wundern, warum manche Dinge nicht so eintreten, wie sie es sich wünschen.

  18.  
    Jennifer:

    Du hast gerade sagt, so im Außen und Innen. Was meinst du konkret mit Außen und Innen?

  19.  
    Ralf:

    Naja, Außen, also Innen heißt, ich bin bei mir, reflektiere, guck nochmal, spür mal rein, spüre ich mich überhaupt? Gucke, wo ist denn, was auslöst in meinem Körper? Dass ich bei mir bin, achtsam bin, bewusst bin, so, dann bin ich bei mir im Innen. Und wenn ich Schuld suche, warum was ist, dann bin ich im Außen, also ich zeige auf äußerliche Gegebenheiten, zeige mit dem Finger drauf und sage, naja, das ist der Grund, warum das so ist.

  20. Äußerliche vs. innerliche Bewusstheit

  21.  
    Jennifer:

    Also das heißt, ich löse es von mir als Person und gebe die Verantwortung dann auch eben ab an der Stelle?

  22.  
    Ralf:

    Genau. Also ich hoffe, dass ein paar Zuhörer doch dabei sind, die dann noch mal wirklich reflektieren, in sich gehen, gucken, was bin ich für ein Typ? Bin ich so ein Dominanztyp, bin ich so ein harter, bin ich so ein Macher, bin ich so ein Manager, Hans Dampf in allen Gassen? Das sind die, die ich dann manchmal wahrnehme, die zu viel im Außen sind, die dann auch ungerecht wirken auf Mitarbeiter. Und die kriegen auch kein Feedback, das habe ich wirklich erlebt. Der fragt ab, jeder sagt „waren toll“, Schiff voraus. Dann ist dir nicht geholfen, dann triffst du auch die falschen Entscheidungen, dann glaubst du, alles ist gut, wir haben ein super Team, und am Ende …

  23.  
    Jennifer:

    Bist du überrascht, wenn die Menschen gehen.

  24.  
    Ralf:

    Ja gehen und es doch ganz anders ist.

  25.  
    Jennifer:

    Ja.

  26.  
    Ralf:

    Also daher noch mal mein Wunsch, dass das jeder heute hier noch mal mitnimmt, in die Selbstreflexion geht. Jetzt gibt’s aber die, die auch zu kritisch sind, die Fehler immer im Innen suchen und sich die Schuld geben, die gibt’s ja auch, und sagen, ich bin nicht gut genug. Ja, das ist je nach Persönlichkeitstyp.

  27.  
    Jennifer:

    Aber das sind eher häufig dann auch die Chefs, was wir so sag ich mal von Mitarbeitern, Teammitgliedern gespiegelt kriegen, wo sie sagen, boah, so ein Weichei. Also der hinterfragt …

  28.  
    Ralf:

    Oder zu nett.

  29.  
    Jennifer:

    sucht alles, ja, zu nett. Also das finde ich, ist auch spannend, wir hatten letztens abends nach dem Training noch telefoniert, und da hast du mir so ein nettes Beispiel mit auf den Weg gegeben, wo ein Chef doch sehr nett war. Da gab’s eine Feier, und dann hinterher, alle Gäste sind gegangen …

  30.  
    Ralf:

    Ach so.

  31.  
    Jennifer:

    Nimm mal unsere Hörer mit.

  32.  
    Ralf:

    Ah, das ist ja ein extra Thema. Das ist, deswegen wusste gar nicht, was du meinst. So ein typisches Beispiel, also man macht eine Kundenveranstaltung und am Ende gehen alle Mitarbeiter, räumen hinterher nicht auf. Also war schon etwas später, und sagen sogar noch Danke zum Chef, und dann steht am Ende der Chef und der räumt dann noch vielleicht mit den Technikern weg, und die Mitarbeiter sind schon gegangen so. Dass sie überhaupt nicht so gesehen haben, dass sie jetzt, ja, weiß ich gar nicht, ob der zu nett ist an sich, aber ist mal interessant. Aber das ist für mich noch mal ein anderes Thema.

  33.  
    Jennifer:

    Ja, halte ich für uns hier noch mal fest, dass wir dem Ganzen noch mal separat Aufmerksamkeit schenken.

  34. Selbstverantwortung (aber nicht für andere)

  35.  
    Ralf:

    Ja, ja. Das hätte ich unter Selbstreflexion nicht gebucht. Bitte aber die auch noch mal, nicht die Schuld bei sich suchen, ich bin für alles verantwortlich, Selbstverantwortung ja, aber nicht für die anderen. Da in sich gehen, wo ist meine Stärke, wo ist meine Schwäche, an was kann ich noch wie arbeiten? Wie gehst du denn in die Selbstreflexion? Also ich habe es ja berufsmäßig.

  36.  
    Jennifer:

    Ich sag mal, schlussendlich von der Basis bin ich auch sage ich mal entsprechend ausgebildet worden, natürlich auch Blöcke im Rahmen des Studiums dabei, waren vielleicht nicht so intensiv bei wie bei dir. Für mich sind meine Kinder der stärkste Spiegel, also da kann ich keine bessere Rückkopplung haben. Also selbst, wenn ich sage, ich will da jetzt ruhig wirken, die haben so sensible Antennen, da kriege ich sofort Rückkopplung. Und wo ich sage, das ist für mich dann wirklich so ein bisschen wie so Alarmglöckchen, die halt eben da sind. Sonst versuche ich schon halt eben auch stark die Metaperspektive einzunehmen. Ich mag immer dieses Beispiel, bringe ich ganz oft im Coaching oder im Training, von einer minikleinen Drohne, die einen den ganzen Tag halt begleitet, und das würde ich hinterher wirklich abends sehen und hören, wenn ich mir den Film angucke.

  37.  
    Ralf:

    Das hast du schon mal genannt, wirklich beobachten und bewerten. Das fand ich ein richtig gutes Beispiel.

  38.  
    Jennifer:

    Ja, ich merke, darum bringe ich es auch wieder rein. Ich bringe das fast in jedem Coaching, wobei jedes auch maßgeschneidert und individuell ist, weil es immer unterschiedliche Menschen sind, mit den ich Zeit teilen darf. Aber da ist es so, wo ich sage, wie kriege ich es denn hin mit der Selbstreflexion? Und wenn ich es nicht geübt habe, nicht gelernt habe, nicht kenne, finde ich, ist das so ein einfaches Beispiel, weil das jeder kennt, Drohne fliegt rum, du hast jetzt wirklich dieses Video, was du dir da anschauen würdest, und wie zufrieden bist du selbst mit dem Ergebnis, was du sehen und was du hören würdest? Und dann ist es schon oft der Faktor Schmerz, wo du sagst, hm, hängende Mundwinkel, hängende Schultern, und Motivation und Begeisterung sieht anders aus. Das ist für mich immer ein guter Abgleich.

  39. Sich selbst beobachten

  40.  
    Ralf:

    Ich habe gerade das Gesicht verzogen, weil ich manchmal so Teile aus dem Urlaub habe, die dann gefilmt wurden, wo ich es nicht gemerkt habe, wo ich dann aber auch denke so, also bitter, wirklich bitter. Ich gebe auch immer den Tipp, hatte ich auch gerade wieder, sich beim Telefonieren regelmäßig, das Telefontraining, wieder anhören, oder wirklich mal ein gutes Training besuchen, wo das Schwerpunkt ist, Selbst-, Fremdwahrnehmung, und Selbstreflexion, Selbsterfahrung, sich selbst erfahren. Gibt’s ganz oft auch, wenn es um Schauspiel geht, um Theater, Impro-Theater, da gibt’s ganz, ganz viel Selbsterfahrungsübungen. Also ich habe auch mal selber als Teilnehmer Theater für Manager gemacht, da ist auch ganz viel bei. Also den Tipp kann ich jedem Hörer auch noch mal geben, danach zu gucken oder wir laden auch noch mal jemanden ein und bieten das auch mal an, aber einfach mal googeln. So Theater im Businessbereich, und dann nicht gleich die Nase rümpfen, ah Theater, ich habe jeden Tag Theater. Das wird so belächelt, aber das ist harte Arbeit an sich selbst, also da sind ganz viel Anteile drinnen.

  41.  
    Jennifer:

    Ich glaube viele, wenn sie es jetzt hören, denken so, ah, soll ich da etwas eine Rolle spielen? Darum geht’s uns ja nicht. Es soll nicht so sein, dass man hinterher eine Rolle annimmt, auch wenn man dort sage ich mal vielleicht verschiedene Rollen und Charaktere lernt, sondern sich einfach anders noch mal erfährt, auch merkt, wo ist Komfortzone, wo ist wirklich Faktor Schmerz? Vielleicht auch neue Facetten von sich selbst zu entdecken, die man so in der Form noch gar nicht kennt.

  42.  
    Ralf:

    Genau. Das höre ich immer im Vertrieb. Ich spiele doch hier nicht Theater. Dabei ist eine Rolle dann gut ausgefüllt, wenn du deine Persönlichkeit da einbringst und nicht du bist, sondern …

  43.  
    Jennifer:

    Also dass es wirklich authentisch und echt ist mit seinen eigenen Stärken.

  44.  
    Ralf:

    Ja, und wenn ich mal schlecht drauf bin, kann ich trotzdem in eine Rolle gehen und authentisch bleiben und trotzdem Service bieten in den Servicebereichen. Das kann ich auch als Führungskraft. Ja.

  45. Unsere praktischen Tipps zusammengefasst

  46.  
    Jennifer:

    Okay. Schmeißen wir unsere Bohnen rein oder hast du noch einen Impuls?

  47.  
    Ralf:

    Nee, ich denke, das war mir einfach wichtig für das heiße Eisen, Selbstreflexion für Führungskräfte, Selbsterfahrung, das ganz konkret noch mal anzusprechen. Wir haben es ja in Selbst- und Fremdwahrnehmung immer mal gehabt, das ist ja auch ein Thema bei Mitarbeitern, aber hier war es uns ganz wichtig, weil es ja als Feedback kam, noch mal ganz ausdrücklich. Und vielleicht hören es auch die, die bisher noch nicht darüber nachgedacht haben. Das wäre mir noch mal wichtig.

  48.  
    Jennifer:

    Also wenn du es auf die Bohne bringst? Deine erste Bohne?

  49.  
    Ralf:

    Ja, Bewusstheit, achtsam sein, reflektieren, also nachdenken über Situationen und nicht nur bei mir sein, dann auch mal gucken, wie die Körperreaktion war, auch wenn jemand Ja sagt, der Körper lügt ja nicht. Wenn ich da sensibel bin, kriege ich auch Feedback.

  50.  
    Jennifer:

    Okay. Ja.

  51.  
    Ralf:

    Dann finde ich, vielleicht Erlaubnis zu Feedback geben, also auch im Umfeld, so wie du es gesagt hast.

  52.  
    Jennifer:

    Also sich wirklich Feedback einholen.

  53.  
    Ralf:

    Genau. Das finde ich auch noch mal wichtig. Ja.

  54.  
    Jennifer:

    Und ansonsten, vielleicht losgelöst von den Bohnen, weil ich denke, die beiden bringen es schon so auf den Punkt, Wunsch an unsere Fans und Hörer da draußen, wenn ihr Themen habt, die euch brennend interessieren oder wo ihr sagt, das ist ein Punkt, da wollt ihr mehr einsteigen, tiefer reingehen, und wir freuen uns riesig über Post, virtuelle Post, Anrufe, es gibt viele Wege, die zu uns führen, über begeisterungsland.de. Und dann nehmen wir die Themen gerne auf, weil wir wollen es lebendig, praktisch und nah haben.

  55.  
    Ralf:

    Genau. Dann sagen wir auch Danke an die Hörer für dieses heiße Eisen und viel Spaß beim Umsetzen und Selbstreflektieren. Raus aus der Komfortzone, rein in den Schmerz, auch wenn es wehtut.

  56.  
    Jennifer:

    Es lohnt sich.

  57.  
    Ralf:

    Es lohnt sich, ist wunderbar.

  58.  
    Jennifer:

    Ja genau. Beste Begeisterung dabei. Bis demnächst!

  59.  
    Ralf:

    Ja. Tschüss!

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