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Führungsqualitäten: Diese 9 Skills braucht jede Führungskraft

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Erfolgreiche Führungskräfte fallen nicht vom Himmel (okay, was fällt schon vom Himmel außer Regen?).

Viele Führungsqualitäten müssen erst einmal antrainiert werden.

Gerne gebe ich zu:
Als ich in jungen Jahren zur Führungskraft wurde, hatte ich in punkto Kompetenz viel Nachholbedarf.

Ich musste erst einmal verstehen, was es heißt, Führungskraft zu sein.
(Und „damals“ war Führung noch geradliniger als heute.)

Als ich das verstanden habe, konnte ich meine Führungsqualitäten gezielt entwickeln.

Heute unterstütze ich Führungskräfte in Coachings und Workshops tagtäglich bei der Entwicklung ihrer Skills.

Meine Erfahrung dabei teile ich hier mit dir.

Du erfährst, was die wichtigsten Qualitäten für Führungskräfte sind und wie du sie entwickelst.

Führungsqualitäten Blog Cover

Was sind Führungsqualitäten?

Führungsqualitäten oder Führungskompetenzen sind Soft Skills, die Führungskräfte benötigen, um das Potenzial ihrer Mitarbeiter:innen und ihres Teams zu entfalten.

Dabei sind diese Qualitäten nicht nur im unternehmerischen Kontext hilfreich – auch privat zahlt sich Führungsstärke aus.

Was versteht man unter Soft Skills?

Unter Soft Skills versteht man persönliche, soziale und methodische Kompetenzen. Dazu gehören zum Beispiel Teamfähigkeit, Empathie und Kreativität. Im Gegensatz dazu steht das Fachwissen.

Je nach Persönlichkeitstyp sind bei jedem Menschen bestimmte Soft Skills unterschiedlich stark ausgeprägt.

Doch das ist nicht in Stein gemeißelt – Soft Skills und damit Führungsqualitäten können trainiert werden.

Im Zusammenhang mit Führungsqualitäten nutze ich gerne die Metapher der Fliege:

Ein Lebewesen kann nur dann fliegen, wenn es zwei Flügel hat.

Und wirklich gute Führung ist nur möglich, wenn Herz und Verstand (also Fühlen und Denken) harmonieren. Das sind die 2 Flügel einer erfolgreichen Führungskraft.

zwei flügel erfolgreicher führungskraft, führungsqualitäten

Außerdem habe ich (teils schmerzhaft) lernen dürfen, dass sich erfolgreiche Führung immer auf guter Selbstführung gründet.

Nur wer sich selbst gut führen kann, kann auch andere erfolgreich führen!

Deshalb starte ich meine Liste der Top-9 Führungsqualitäten auch mit den Skills, die für eine erfolgreiche Selbstführung entscheidend sind.

Erst danach geht es um Mitarbeiter- und Teamführung.

Die 9 wichtigsten Führungsqualitäten und wie du sie stärkst

Das sind die aus meiner Sicht neun wichtigsten Führungsqualitäten:

  1. Selbstreflexion
  2. (Selbst-)Verantwortung
  3. Begeisterungsfähigkeit
  4. Konfliktfähigkeit
  5. Klare Kommunikation
  6. Vorbild sein
  7. Empathie / Menschenverständnis
  8. Fehlertoleranz
  9. Talente & Potenziale entwickeln

1 | Selbstreflexion

Hand auf’s Herz – wie oft reflektierst du dein Verhalten, deine Kommunikation oder deine Gedanken? Wie oft nimmst du dir die Zeit und gehst in dich?

Menschen und Situationen befinden sich im ständigen Wandel.

Eine gesunde Selbstreflexion hilft uns dabei, diese Veränderungen und ihre Auswirkungen auf uns zu bemerken und dann aktiv zu steuern. Kennst du dich selbst gut, setzt du deine Stärken gezielter ein und du kannst an deinen Schwächen arbeiten.

Außerdem liegen die größten Hebel für herausfordernde Situationen im Inneren – bei uns selbst. Nur wer reflektiert ist, kann sich diese Hebel zunutze machen.

Frage dich zum Beispiel:

  • Was für ein Persönlichkeitstyp bin ich (und wie wirkt sich das auf mein Führungsverhalten aus)?
  • In herausfordernden Situationen: Was hat die Situation mit mir zu tun (meinem Verhalten, meiner Persönlichkeit, meinem Mindset)?
  • Welche Werte sind mir (besonders wichtig?
  • Welche Glaubenssätze halten mich zurück?

2 | (Selbst-)verantwortung

Für uns Menschen ist es oft einfacher, die Schuld bei anderen zu suchen. Doch das ist ein Trugschluss!

Statt uns damit zu befreien, zwängen wir uns selbst in die Opferrolle. Wir verlieren die Kontrolle über die Situation.

Deshalb ist Selbstverantwortung die zweite wichtige Führungsqualität.

Übernimm bewusst Verantwortung für dein eigenes Handel – sowohl bei Erfolgen als auch bei Misserfolgen.

Und führe auch deine Mitarbeiter:innen zur Selbstverantwortung. Mache deutlich, wie wichtig es ist, dass jeder verantwortlich denkt und handelt.

Und das kannst du natürlich nur, wenn du Selbstverantwortung aktiv vorlebst.

Nur wie schaffst du es zu mehr Selbstverantwortung?

Eine effektive Übung, um mehr Selbstverantwortung zu übernehmen ist, dass du Fehler eingestehst.

Versuche nicht, Fehler auf andere zu schieben oder sie einfach unter den Teppich zu kehren. Wer Fehler eingesteht, übernimmt Verantwortung und zeigt damit echte Stärke. Probiere es bei deinem nächsten Fehler einfach Mal aus!

3 | Begeisterungsfähigkeit

Jeder von uns war einmal begeisterungsfähig – als Kind!

Die meisten Erwachsenen haben diese Fähigkeit verloren. Dabei ist Begeisterungsfähigkeit nicht nur wichtig, um andere zu motivieren. Es hilft dir vor allem dabei, mit Hingabe zu agieren.

Sei begeistert von dem was du tust. Lebe deinen Beruf als Berufung und verleihe dem Ausdruck. Nutze deine Strahlkraft, schenke aufrichtiges, herzliches, echtes Lächeln. Stecke andere mit deiner Begeisterung an.

Diese Führungsqualität wird dir auch im privaten Umfeld viele positive Momente schenken.

Um deine Begeisterungsfähigkeit wiederzuentdecken, solltest du dir spielerische Momente erlauben.

Was hat dir als Kind so richtig Spaß gemacht? Und was hält dich davon ab, dieselbe Begeisterung für etwas zu verspüren?

Finde dein inneres Kind und erlaube ihm oder ihr, sich zu entfalten.

Übrigens: Begeisterung kann ganz unterschiedliche Facetten haben – sie muss nicht laut und extrovertiert sein, sie kann auch leise und von innen heraus strahlen.

4 | Konfliktfähigkeit

Konflikte gehören – sowohl beruflich als auch privat – zum Leben dazu. Das ist ein Fakt.

Wer nicht mit Konflikten umgehen kann, wird früher oder später echte Probleme bekommen.

Etliche Beziehungen sind schon auseinandergebrochen, zahlreich Mitarbeiter:innen haben gekündigt, und viele Nervenzellen sind gestorben – „nur“, weil wir den guten Umgang mit Konflikten nie gelernt haben.

Lernst du jedoch den richtigen Umgang mit Konflikten, wirst du sogar viel Positives aus ihnen ziehen.

Denn Konflikte sind auch immer eine Chance zu lernen und zu wachsen – als Individuum und als Team.

Hier liest du, wie du besser mit Konflikten umgehst.

5 | Klare Kommunikation

Hast du schon einmal eine echt gute Führungskraft getroffen, die kommunikativ schwach ist?

Kommunikation ist – zweifellos – eine der wichtigsten Schlüsselkompetenzen für Führungskräfte.

Mit deiner persönlichen Kommunikation – verbal und nonverbal – steht und fällt dein Erfolg.

Deshalb ist dies eine Qualität, in die du unter allen Umständen Zeit (und Geld) investieren solltest.

Beherzige für den Anfang meine schnellen Impulse:

  • Sei klar in deiner Kommunikation
  • Sprich so, dass du von deinem Team verstanden wirst
  • Führe durch gute Fragen.
  • Kommuniziere immer lösungsorientiert (statt defizitorientiert)
  • Nutze bildhafte Sprache, um deine Botschaften zu visualisieren
  • Fördere den Dialog und bringe dein Team zum Sprechen – nimm wertvolle Impulse mit offenen Ohren und Geist auf

6 | Vorbild sein – Werte, Kultur, Spirit und Geist vorleben

Deine Mitarbeiter:innen machen nicht das, was du sagst, sondern das, was du tust!

Als Führungskraft musst du in der Lage sein, mit gutem Beispiel voranzugehen. Nur so wirkst du authentisch und glaubwürdig. Und nur dann folgen dir deine Teammitglieder.

Auch hier ein kurzes Beispiel:

Legst du Wert darauf, dass deine Mitarbeiter:innen offen und freundlich auf Kund:innen zugehen?

Dann lege auch du im Umgang mit Kund:innen eine ehrliche Freundlichkeit an den Tag.

Wie kannst du gutes Vorbild sein?

Reflektieren dein eigenes Verhalten. Verhalte dich so, wie du es von deinen Mitarbeiter:innen erwartest.

Ganz entscheidend: Deine Worte und dein Tun sollten übereinstimmen. Sonst machst du dich schnell unglaubwürdig.

7 | Empathie / Menschenverständnis

Als Führungskraft hast du viel mit Menschen zu tun – Kund:innen, Partner:innen, Kolleg:innen, Mitarbeiter:innen.

Besonders Führungskräfte im mittleren Management haben die Herausforderung, eine Brücke zwischen der Top-Management Ebene und den Mitarbeiter:innen zu schlagen.

Wer sich gut in andere Menschen hineinversetzen kann, ist hier klar im Vorteil.

Empathie wird als Führungsqualität oft unterschätzt oder sogar bewusst als hinderlich abgestempelt.

Dabei hilft sie dir dabei, Situationen besser zu deuten, empfänglicher für dein Team zu sein und somit bessere Entscheidungen zu treffen (so zum Beispiel beim Umgang mit schwierigen Mitarbeiter:innen).

Empathie bedeutet übrigens nicht, „weich“ zu sein – auch empathische Menschen können harte Entscheidungen treffen. Sie tun dies nur mit mehr Bedacht und Verständnis für die Situation aller Beteiligten.

Trainiere deine Empathie, indem du bewusst versuchst, dich in andere Menschen hineinzuversetzen:

Was fühlt er? Was denkt sie? Warum handeln mein:e Mitarbeiter:innen so, wie sie es tun? Welche Hintergründe haben ihr Handeln?

8 | Fehlertoleranz

Fehler passieren – egal ob du es willst oder nicht. Entscheidend ist deshalb, wie mit Fehlern umgegangen wird.

Sicherlich möchtest du, dass deine Mitarbeiter:innen aus ihren Fehlern lernen. Nur so könnt ihr euch stetig verbessern.

Damit du eine solche Fehlerkultur im Team etablieren kannst, musst du Fehler zuerst einmal selbst akzeptieren.

Gestehe eigene Fehler ein. Sprich‘ deine eigenen Fehler ruhig offen an und erläutere jeweils, was du daraus gelernt hast.

Ermutige dann deine Mitarbeiter:innen, dasselbe zu tun.

So schaffst du ein Umfeld, in dem dein Team offen mit Fehlern umgeht und aus ihnen lernen kann.

9 | Talent & Potenziale entwickeln

Führungskräfte mit einer hohen Führungskompetenz haben ein gutes Gespür für ihr Team: Sie erkennen besondere Qualitäten und wissen, wie sie diese gezielt einsetzen können.

Statt Angst vor möglichen Konkurrenten zu haben, fördern und fordern sie ihre Mitarbeiter:innen, sodass aus ihnen die Führungskräfte der Zukunft werden können.

Wie schaffst du es dahin?

  • Analysiere dein Team.
  • Erkenne schlummernde Talente und noch brachliegende Potenziale.
  • Entwickle diese besonderen Fähigkeiten zusammen mit deinen Mitarbeiter:innen weiter.
  • Wirke wie ein Katalysator und mobilisiere so deine Mitarbeiter:innen raus aus der Komfortzone hin zur Bestleistung.

Fazit: Trainiere deine Führungsqualitäten jeden Tag

Hast du schon eine Idee, welche Skills du weiterentwickeln möchtest?

Ich wiederhole es gerne: Schaue immer zuerst auf dich selbst!

Frage dich, was du konkret tun kannst, um dich selbst besser zu führen.

Vielleicht möchtest du das Feuer der Begeisterung (das in jedem von uns steckt) wieder entfachen? Oder möchtest du an deiner mentalen Widerstandsfähigkeit arbeiten, um besser mit Druck und Frust umzugehen?

Was auch immer es ist – die Investition in deine Selbstführung wird sich automatisch positiv auf dein Team auswirken.

Reflektiere dann ganz konkret (gerne mithilfe dieser Liste), in welchen Bereichen der Mitarbeiterführung du dich verbessern willst. Hier gibt es viele Methoden und Ansätze, dich bei dieser Entwicklung unterstützten.

Setze dir messbare Ziele, die du periodisch überprüfst und anpasst. Achte auf eine gute Balance zwischen Herz und Verstand.

Und hole dir gegebenenfalls einen externen Coach als Sparringpartner:in.

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