Warum Jammern Ihnen und Ihrem Team schadet

Folgen Sie uns auch auf Social Media

Visit Us On FacebookVisit Us On Instagram

Gemeinsam mit meiner Familie durfte ich ins neue Jahr starten und am 31.12. hatten wir einen tollen Jahres-Rückblick. Anstatt zu jammern und darauf zu achten was wir hätten besser machen können, haben wir das letzte Jahr bewusst positiv Revue passieren lassen. Wir haben uns überlegt, was wir im letzten Jahr erreicht haben.

Zugegeben, erst hat mein vorbereitetes Blatt „Ein bisschen Zeit für Dankbarkeit“ bei meinen Liebsten für Überraschung gesorgt. Doch hinterher waren alle begeistert, von wie vielen schönen und positiven Momenten das Jahr für jeden von uns geprägt war.

Eins wurde mir da nochmal ganz bewusst: Viel zu selten schenken wir den positiven Dingen Aufmerksamkeit und sind dankbar oder sehen das Gute, das Schöne im Hier und Jetzt. Das trifft sowohl für den privaten, als auch für den beruflichen Kontext zu.

Jammern hilft nicht

Ich finde, zu viele Menschen machen sich zu viele Gedanken um Dinge, die wir sowieso nicht ändern oder beeinflussen können. Deshalb: Setzen Sie dort an wo es machbar ist –  bei IHNEN! Denn Sie sind der Schlüssel. Und Sie dürfen sich gerne Gedanken machen – doch dann bitte um die richtigen und wirklich wichtigen Dinge. Maya Angelou, eine bekannte amerikanische Schriftstellerin und Bürgerrechtlerin, brachte es auf den Punkt als sie sagte:

„Wenn Du etwas nicht magst, ändere es. Wenn Du es nicht ändern kannst, ändere Deine Einstellung. Beschwere Dich nicht [Jammer nicht!].“

Denken Sie dran: besonders als Führungskraft lenken Sie die Stimmung im Team mit Ihrer Haltung und ihrer eigenen Stimmung. Mitarbeiter tun nicht das, was Sie sagen, sondern das was Sie tun. Leben Sie die von Ihnen gewünschte Kultur bewusst vor und verbreiten Sie eine positive Stimmung.

Vergleich Sie als Beispiel die folgenden Ausdrucksweisen:

A: „Auch wenn wir powern, werden wir es nicht ganz schaffen.“
B: „Auch wenn wir nicht ganz fertig werden (sollten), haben wir mit unserem Einsatz eine ganze Menge geschafft!“

Eine ganz andere Wirkung, richtig? Deshalb: Seien Sie positiv und kommunizieren Sie positiv!

Das Schlimmste, das passieren kann

Jetzt stellen Sie sich einmal ganz bewusst die Frage:„Was ist das Schlimmste, das mir passieren kann?“

Ralf und ich haben dieser Frage eine ganze Podcast-Folge gewidmet und wir waren beide bewegt wie intensiv das Thema ist.

Dinge, die die meisten im Alltag erst einmal vermeintlich schlimm finden, wären vielleicht den Job zu verlieren, ein Firmenkonkurs, vielleicht das geliebte Zuhause verlassen zu müssen.

Doch sind diese Situationen wirklich das Schlimmste?

Wenn wir uns die Frage noch einmal ganz bewusst stellen und ganz ehrlich beantworten, ist wohl das Schlimmste das passieren kann, eine schwere Krankheit oder einen geliebten Menschen zu verlieren.

Die Realität ist, dass Rückschläge und Schicksalsschläge zum Leben dazugehören. Es geht weiter. Und hier knüpft wieder die eigene Einstellung bzw. Haltung an.

Verlieren wir uns eher in Trauer oder üben wir uns in Akzeptanz, Verständnis und Dankbarkeit?

Es ist stets eine bewusste Entscheidung, die jeder von uns trifft. Was will ich?

Meine Tipps für den Umgang mit Herausforderungen:
  1. Herausforderungen akzeptieren und verstehen, dass sie ein Teil des Lebens sind. Oft bieten uns schwierige Situationen einzigartige Möglichkeiten, positive Veränderungen einzuleiten. Frei nach dem Motto: schließt die eine Tür, öffnet sich eine andere.
  2. Positiv fokussieren und positiv bleiben! Die vielen schönen Momente und Dinge, die wir jeden Tag erleben, ganz bewusst wahrnehmen.
  3. Dankbar sein für die kleinen Dinge! (Führen Sie doch ein Tagebuch der Dankbarkeit. Und übrigens: Keine Zeit – gilt nicht als Ausrede. Keine Zeit ist immer. Es reicht schon ein Wort/ein Satz pro Tag)
  4. Einstellung bewusst wählen! Das Glas ist halb voll. Vielleicht fragen Sie sich: „kann ich Einstellung wirklich bewusst wählen?“ Ja, es geht! Es ist lern- und trainierbar.
Und schließlich noch meine Tipps gegen das Jammern und für eine positive, starke Haltung:
  1. Betrachten Sie vermeintlich Schlimmes mit Abstand. Z.B. welche Bedeutung hat dieses Ereignis in 10 Jahren für mich?
  2. Schaffen Sie sich Energietankstellen. (Musik, Sport, Treffen mit Familie/Freunden, eine innige Umarmung).
  3. Wählen Sie einen „ANKER“, der Sie bei Ihrer Bewusstheit und Ihrer klaren Entscheidung, positiv zu sein, unterstützt.
    Für uns ist es unser „Anti-Jammer-Armband!“. Es trägt die Inschrift:  Lebe und arbeite begeistert – jetzt!
  4. Involvieren Sie nahe Menschen (Familie, Kollegen): Geben Sie bewusst die Erlaubnis, dass diese Menschen Sie aufmerksam machen dürfen – ja sollen – wenn Sie mal wieder jammern – mit einem Augenzwinkern „Was stöhnst du denn?“ 😉
    Erlauben Sie anderen offen und ehrlich zu sein, Muster aufzuzeigen, zu spiegeln.

Aus eigener Erfahrung weiß ich wie fordernd – und zum Teil schmerzhaft – Veränderung ist. Doch der Weg raus aus der eigenen Komfortzone lohnt sich!

Der Schlüssel liegt in Ihrer Hand. Machen Sie sich auf Ihren Weg! Gehen Sie einen Schritt nach dem anderen und Sie werden positive Veränderungen in Ihrem Leben spüren…

….. denn Begeisterung macht den Unterschied!


Und wenn Sie sich mal in einer wirklich herausfordernder Situation befinden, finden Sie bestimmt nützliche Impulse in unserer passenden Podcast-Folge Was ist das Schlimmste, das Ihnen passieren kann? (hier klicken und direkt anhören).

Jennifer Zacher-Handke, Ralf R. Strupat, Podcast Cover, das Schlimmste

Wir freuen uns auf Ihren Kommentar!